Islamisches Forum Penzberg

Islamisches Forum Penzberg

Penzberg beherbergt ein Rathaus, mehrere Schulen, einige Kirchen, ein Krankenhaus, mehrere Museen, eine Polizeidienststelle, viele Geschäfte, ohne die eine Stadt nicht denkbar wäre. Seit dem Jahr 2005 auch eine sichtbare Moschee oder genauer das ISLAMISCHE FORUM.

Die Islamische Gemeinde Penzberg erfüllt sich mit dem Bau des Islamischen Forums einen lang gehegten Wunsch.
Der langjährige Betrieb in kleinen Räumen einer Hinterhofmoschee und die stetig wachsenden Tätigkeitsfelder, vor allem im Bereich der Integrationsarbeit, lassen das Engagement der Gemeindemitglieder wachsen. Die Gemeinde beschließt einen Neubau und erwirbt im Jahr 2000 ein privates Grundstück. Mit einer groß angelegten Spendenaktion wird zunächst das Grundstück finanziert. Für die Baukosten wird im Ausland geworben und im Emirat Sharjah findet das Projekt das Gehör von S.H. Scheich Dr. Sultan bin Mohammed Al Qasimi. Er trägt maßgeblich dazu bei das Islamische Forum zu realisieren und ist bei der Eröffnung am 18. September 2005 Ehrengast in Penzberg.

Für die Gestaltung des Gebäudes wird der Architekt Alen Jasarevic gewonnen.
Er setzt mit ganz eigenen Akzenten den Wunsch der Gemeinde nach einer transparenten und modernen Architektur um. Das Haus ist räumlich so konzipiert, dass neben den religiösen Belangen ein Ort geschaffen wurde, der in vielerlei Hinsicht zur Begegnung einlädt. So beherbergt das Gebäude auf 1700 qm Nutzfläche neben dem zweigeschossigen Moscheetrakt eine Bibliothek, einen Gemeindesaal, Schulungsräume und Aufenthaltsräume.

Nach der Fertigstellung des Islamischen Forums galt es nun die Räume mit Leben zu füllen.
Nicht ohne Gedanken wurde dabei dem Haus der Name Islamisches Forum verliehen: offen für alle Menschen, die Spiritualität, Begegnung und das Kennenlernen suchen. Die Angebote im Islamischen Forum Penzberg sind breit gefächert, sowohl für die eigenen Gemeindemitglieder, aber auch für die Belange der Muslime im Allgemeinen. Dazu gehören der Islamische Religionsunterricht, die Begleitung von Jugendlichen, die Betreuung und Beratung in besonderen Lebensumständen, religiöse Bildungsarbeit für Erwachsene.

Im Bereich der Integrationsarbeit bietet die Gemeinde bereits seit über 20 Jahren Deutschkurse an.
Die Mutter-Kind-Spielgruppe hat sowohl sprachfördernde wie pädagogische Zielsetzungen und zählt zu einem beliebten Treffpunkt im Islamischen Forum. Auch SchülerInnen kommen gerne einzeln oder in Lerngruppen in der Bibliothek zusammen, und falls Bedarf besteht wird Nachhilfe organisiert.

Weit über seine Grenzen hinaus ist Penzberg für das gute und fruchtbare Miteinander bekannt. Dies ist dem unermüdlichen Engagement sowohl der nichtmuslimischen Bevölkerung, wie den Muslimen selbst geschuldet. Der Dialog und der Respekt standen stetig als gute Ratgeber bei und der jeweils eigene Glaube im Zentrum der Begegnungen. Der Dialog bedeutet heute eine gute Freundschaft zu pflegen, sich gemeinsam für das Gemeinwohl einzusetzen, global zu denken und lokal zu handeln. Dazu gehört auch die Initiative der drei Glaubensgemeinschaften mit einem interreligiösen Umweltteam für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Als einer der größten Höhepunkte gilt sicher der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Dezember 2019. Er besuchte die Gemeinde im Rahmen des Themas „Moscheegemeinden als kommunale Akteure“. Den Moscheegemeinden soll mit dem Projekt der Deutschen Islamkonferenz mehr Chancen gegeben werden ihre vielfältige soziale und zivilgesellschaftliche Arbeit, sichtbarer, zugänglicher und stärker in der deutschen Gesellschaft zu verorten.

Penzberger Moschee Modell

Architektur

IGP Interreligöser Dialog

Dialog

IGP Sprach- und Integrationskurse
Deutschkurse
IGP Moscheeführungen

Moscheeführungen

Penzberg Moschee Aktivitäten

Aktivitäten

IGP zu Glaube

Glaube

IGP Frauen

Frau

IGP Tag der offenen Moschee

Tag der Offenen Moschee

IGP Umwelt

Umwelt

IGP Blog

Blog

Weit über seine Grenzen hinaus ist Penzberg für das gute und fruchtbare Miteinander bekannt. Dies ist dem unermüdlichen Engagement sowohl der nichtmuslimischen Bevölkerung, wie den Muslimen selbst geschuldet. Der Dialog und der Respekt standen stetig als gute Ratgeber bei und der jeweils eigene Glaube im Zentrum der Begegnungen. Der Dialog bedeutet heute eine gute Freundschaft zu pflegen, sich gemeinsam für das Gemeinwohl einzusetzen, global zu denken und lokal zu handeln. Dazu gehört auch die Initiative der drei Glaubensgemeinschaften mit einem interreligiösen Umweltteam für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Als einer der größten Höhepunkte gilt sicher der Besuch des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Dezember 2019. Er besuchte die Gemeinde im Rahmen des Themas „Moscheegemeinden als kommunale Akteure“. Den Moscheegemeinden soll mit dem Projekt der Deutschen Islamkonferenz mehr Chancen gegeben werden ihre vielfältige soziale und zivilgesellschaftliche Arbeit, sichtbarer, zugänglicher und stärker in der deutschen Gesellschaft zu verorten.

Islamisches Forum Penzberg

Architektur

Als die ersten Pläne eine Moschee zu bauen im Raum standen, war sich die Gemeinde schnell einig, dass man keine „Raubkopie“ aus den Herkunftsländern errichten wollte.

Die Vorgaben an den Architekten waren klar formuliert, doch hatte man keine festen Bilder im Kopf: eine moderne, transparente, sich in die Umgebung einfügende und zugleich „echte“ Moschee sollte entstehen, die alles besaß, was ein muslimisches Gotteshaus auszeichnet.

Der Augsburger Architekt Alen Jasarevic setzte diesen Traum um und schuf einen Quader ohne die deduktiv gedachte Kuppel darauf zu platzieren, lichtdurchflutete Räume entstanden in zeitgenössischem Baustil.

Moschee Penzberg
Islamisches Forum Penzberg Architektur

Äußerlich mit dem zweiten Blick als muslimisches Gebetshaus erkennbar und doch ein Raum hoher spiritueller Ausstrahlung, bringt das Gebäude die ersehnte Erfüllung.

Die zeitgenössische Außengestaltung setzt sich auch im Inneren durch, die zwei essentiellen Elemente einer Moschee, die Gebetskanzel (arab. Mihrab) und die Gebetsnische (arab. Mimbar) sind ebenfalls dieser Formensprache angepasst.

Äußerlich mit dem zweiten Blick als muslimisches Gebetshaus erkennbar und doch ein Raum hoher spiritueller Ausstrahlung, bringt das Gebäude die ersehnte Erfüllung.

Die zeitgenössische Außengestaltung setzt sich auch im Inneren durch, die zwei essentiellen Elemente einer Moschee, die Gebetskanzel (arab. Mihrab) und die Gebetsnische (arab. Mimbar) sind ebenfalls dieser Formensprache angepasst.

Islamisches Forum Penzberg Architektur

Seitlich ausgerichtete, wie Lamellen aufgestellte Betonschotten, lassen bewusst zu, dass Interessierte durch die großzügigen Fensterfronten hineinschauen können, ohne das Gebet der Gläubigen zu stören.

Das Eingangsportal sendet mit zwei aufgestellten Betonwänden, die sich wie Buchseiten öffnen, zwei Botschaften aus: ein herzliches Willkommen und das Ziel, sich kennenlernen zu wollen. Darauf weisen die schriftlich festgehaltenen Zitate aus dem Koran in Arabisch und die jeweilige deutsche Übersetzung hin.
Das schlichte 15 Meter hohe Minarett ist der Gesamthöhe des Hauses angepasst und ummantelt, verziert mit arabischer Kalligrafie, als ein funktionales Kaminrohr.

Das Haus will sich verstanden wissen als Steg des gegenseitigen aufeinander Zugehens und Näherkommens. So wird die Moschee auch aufgefasst und wurde im Jahr 2008 mit dem „Wessobrunner Architekturpreis“ ausgezeichnet.

IGP Eingang
IGP Eingang