Buchrezension

Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat

Rezensionen zum Buch „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat“

24. Mai 2018 | Rezensionen

Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat

Imam Benjamin Idriz:
„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat…“
Ein Prophet spricht zur ganzen Welt
Edition Avicenna, München 2018, 140 Seiten, 9.90 Euro

Von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Ludwig-Maximilians-Universität München

Man mag dem Buch wünschen, dass es in jeder Moschee aufliegt, und in jedem Klassenzimmer, in dem von Islam die Rede ist, dass jeder Innenminister einen Blick hineinwirft und jeder, der bisher glaubte, schon genug über den Propheten Mohammed gehört zu haben.

Bekanntlich schöpfen Muslime aus dem Koran, was Religion ist und möchte: wie das Leben zu gestalten sei, damit es sinn- und glückhaft für einen selbst und für die Mitmenschen wird. Werden religiöse Quellen pervertiert und missbraucht, dann werden daraus Zwänge, Hass und Gewalt abgeleitet, die das Leben leidvoll für einen selbst und für die Mitmenschen machen. Über den Koran hinaus – dem Wort Gottes an die Menschen – wird Orientierung aus der Sunna abgeleitet, den Aussagen und Verhaltensweisen des Propheten Mohammed, die in Form von Zigtausenden sogenannter Hadithe überliefert sind. Sie auf ihre Glaubwürdigkeit abzuklopfen, ist seit über tausend Jahren Gegenstand islamisch theologischer Textkritik.

Der Imam der oberbayerischen Kleinstadt Penzberg, Dr. Benjamin Idriz, bekannt auch für seine Initiative Münchner Forum für Islam, hat sich in seinem neuen Buch den Hadithen zugewandt, also einer auch innerislamisch stark debattierten Materie. Denn oft wird der Missbrauch des Islam mit vorgeblichen Aussagen des Propheten verschleiert – und darauf stürzen sich dann jene, die den Propheten verspotten und verachten. Es kommt somit Muslimen ebenso wie Nicht-Muslimen zugute, wenn ein deutschlandweit prominenter, anerkannt ausgebildeter und in islamischer Theologie promovierter Imam auf seine Weise darstellt, was wirklich vom Propheten Mohammed vorgeben wurde. Sein Maßstab für die Zuverlässigkeit der Hadithe ist einfach, überzeugend und aus islamischer Sicht zwingend: Was der Prophet selbst gelehrt hat, nennt der Koran die „Weisheit“ (arab. al-hikma), und nichts davon kann der Grundaussage des Korans widersprechen: der Allbarmherzigkeit Gottes. Damit für uns heute verständlich wird, was der Prophet in der Sprache und Kultur Arabiens des 7. Jahrhunderts formuliert hat, reicht es aber nicht, seine Aussagen Wort für Wort zu übersetzen, sondern sie müssen in unsere Zeit übertragen vermittelt werden. Nicht nur, was der Prophet gesagt hat, zählt, sondern wie er es gemeint hat. Indem Imam Idriz in seiner Hadith-Sammlung versucht, die Aussagen für unsere Zeit und Kultur verständlich werden zu lassen – gerade dadurch! – wird er den Quellen und der Tradition des Islam wirklich gerecht.

Herausgekommen ist eine in der Edition Avicenna wunderschön gestaltete Sammlung von Texten des Propheten Mohammed, kompetent eingeleitet und überzeugend neu übersetzt von Benjamin Idriz. Diese Texte enthalten nichts Neues, ihre Inhalte sind so alt, wie der Islam selbst. Aber sie werden hier so dargeboten, dass jede und jeder sich neu von ihnen ansprechen lassen kann. Und viele – Nicht-Muslime aber auch Muslime selbst – mögen hier den Propheten neu kennenlernen.

Man mag dem Buch wünschen, dass es in jeder Moschee aufliegt, und in jedem Klassenzimmer, in dem von Islam die Rede ist, dass jeder Innenminister einen Blick hineinwirft und jeder, der bisher glaubte, schon genug über den Propheten Mohammed gehört zu haben.

Von Prof. Dr. Enes Karić
Professor für Islamwissenschaft an der Universität Sarajevo

Benjamin Idriz, der Autor dieses Buches, ist für seine prägnante Sprache und seine würdevolle Ausdrucksweise bekannt. Dieses Buch zeichnet sich durch ebendiese Merkmale aus. Benjamin Idriz möchte mit dieser Sammlung von Aussprüchen des Propheten Mohammed die friedlichen, weisen und umfassende Aspekte des Islams betonen und damit zu Frieden, Verständnis und gegenseitigem Respekt aufrufen.

Eine der großen Lehren dieser Sammlung, die Imam Idriz zusammengestellt hat, besteht darin, um des Friedens, der Güte, des Glücks und Wohlergehens aller Menschen Willen Zuflucht in den heiligen Worten zu suchen.“

Liebe Mitglieder der Islamischen Gemeinde Penzberg,

es fällt uns schwer den persönlichen Kontakt mit Euch zu unterlassen. Es tut auch weh die Moschee einsam und verlassen zu sehen. Doch wir leben in einer Zeit, die diese Maßnahmen erfordern. Alle unsere religiösen Pflichten können wir auch als Einzelne zu Hause verrichten. Wir können einzeln oder mit unserer Familie beten, einen Fastentag einlegen, Spenden über Online-Banking tätigen oder dem nächsten Nachbarn helfen. Und vor allem in Gebeten uns geistig verbinden.

Folgende aktualisierte Regelungen gelten für die Moschee:

Wir sehen uns in der Verantwortung den Gebetsraum zu schließen, da der Teppich den Virus weiter übertragen kann!

Die tägliche Gemeinschaftsgebete und Freitagsgebete sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Nikah/Eheschließungen ebenso aussetzen müssen.

Auch alle anderen Aktivitäten finden auf unbestimmte Zeit nicht statt.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Solidarität mit alleinstehenden Menschen, mit Kranken und älteren Personen, die sich eine Selbstversorgung nicht einrichten können. Zusammen mit der Stadt Penzberg und den beiden Kirchen haben wir uns entschieden diesen Menschen eine konkrete Hilfe anzubieten. Aus unserer Gemeinde haben sich 25 Jugendliche bereit erklärt diese Aufgaben auszuführen!

Wenn Ihr Hilfe benötigt oder jemanden kennt der Hilfe benötigt, meldet Euch dazu entweder bei der

p

ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner unter der Telefonnummer 08856/813103 oder per Mail an elke.zehetner@penzberg.de, oder auch bei

p

Imam Benjamin Idriz unter der Mobilnummer 0171/5194017 oder dem

p

Vorsitzenden Bayram Yerli unter der Mobilnummer 0170/5252403.

Natürlich stehen Euch der Imam, der Vorsitzende und der gesamte Vorstand auch zu anderen Fragen/Anregungen und jedweder Unterstützung bereit.

Wir bitten Euch um mehr als Verständnis. Wir bitten Euch verantwortlich zu handeln. Wenn unsere staatlichen Behörden und führende medizinische Einrichtungen dazu auffordern möglichst zu Hause zu bleiben, macht es bitte!

Nutzen wird diese Zeit für Itikaf, für die Stärkung unseres Imans und vertrauen wir auf Allah dem Höchsten!

In Frieden und Verbundenheit,

Eure Islamische Gemeinde Penzberg e.V.