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Imam Benjamin Idriz hat an der Internationalen Universität in Novi Pazar promoviert

8. Nov 2016 | Allgemein

IGP Blog: Promotion Benjamin Idriz

Am Montag, dem 05. September 2016, promovierte der Imam der islamischen Gemeinde Benjamin Idriz an der Internationalen Universität in Novi Pazar in Serbien mit seiner Doktorarbeit unter dem Titel „Horizontale Aspekte im Islam“. Idriz verteidigte seine Doktorthese, die über die horizontalen Aspekten im Islam spricht, beziehungsweise über die Beziehungen Gott – der Mensch, Theologie – Anthropologie, Scharia – soziales Recht, Frau – Mann.

Die Kommission setzte sich wie folgt zusammen: Prof. Dr. Mustafa Cerić (Mentor), ehemaliger Großmufti von Bosnien und Herzegowina, Dr. Aziz Hasanović (Mitglied), Mufti der Islamischen Gemeinschaft in Kroatien und Prof. Dr. Mevlud Dudić (Mitglied), Mufti der Islamischen Gemeinschaft in Serbien.

Disertationsthema: Horizontale Aspekte im Islam – Neuer Ansatz und Analyse

In seiner Arbeit befasst sich Dr. Idriz mit dem Stand der Reform der islamischen Theologie und befürwortet ihre Erneuerung aufgrund neuer Methoden. Um eine islamische Theologie, die den neuen Herausforderungen gerecht werden sollte, zu etablieren, behauptet Benjamin Idriz, darf sie nicht von der Tradition vollkommen getrennt, sondern mit neuen Methoden erneuert werden. Dieser neue Ansatz würde, seiner Meinung nach, zu der Wiederherstellung der Islamwissenschaften führen, die auf einer vierfachen Grundlage der horizontalen Richtung basiert. Seiner Behauptung zufolge haben die islamischen Gelehrten bewusst oder unbewusst in der Geschichte der Theologie eine vertikale Beziehung zwischen der Offenbarung und dem Menschen, zwischen der Theologie und der Anthropologie, zwischen dem Schariarecht und der Gesellschaftsordnung sowie zwischen Mann und Frau geschafft.

Laut Benjamin Idriz wurden durch die Vertikalisierung dieser Beziehungen eine Reihe negativer Wahrnehmung unter den Muslimen geschafft. „In meiner Arbeit habe ich vier Bereiche analysiert und versucht, sie aus vertikalen in die horizontalen umzuwandeln. Die horizontale Beziehung zwischen dem religiösen Text (Koran/Hadith) und der Vernunft sowie zwischen Theologie und Anthropologie, zwischen Tafsir (Traditionelle Koranexegese) und Ta`wil (Rationaler Korankommentar) zwischen Iman (Glaube) und Amal as-sâlih (gute, rechtschaffene Tat/Ethik), zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen der Intention der Scharia und dem sozialen Recht, zwischen Mann und Frau – sind die Themen dieser Dissertation,“ betont Dr. Benjamin Idriz in einem Interview für die bosnische islamische Zeitung Preporod.

Er ist der Meinung, dass durch solchen Ansatz ein komplexes und koordiniertes System zwischen diesen Begriffen geschaffen wird. „Das horizontale Verständnis des Islam erlaubt uns, die Konflikte zwischen den Doktrinen zu verhindern und das Vakuum, das zwischen ihnen eventuell entsteht, zu schließen. Die horizontale Ansicht ermöglicht uns die Weitsichtigkeit im Leben, die Begegnungen mit Anderen auf der gleichen Augenhöhe, sowie das Schaffen eines Dialog orientierten, harmonischen, freundlichen und vor allem wechselwirkungsvollen Verhältnisses. Neue Ansätze und Analyse der genannten Themen können uns die Möglichkeit geben, einige Fehler aus unserer Vergangenheit zu korrigieren und eine gesunde Basis für das Verständnis des Islam in der Zeit, in der wir leben, zu schaffen,“ erklärt der Doktor der islamischen Theologie, Benjamin Idriz.

Liebe Mitglieder der Islamischen Gemeinde Penzberg,

es fällt uns schwer den persönlichen Kontakt mit Euch zu unterlassen. Es tut auch weh die Moschee einsam und verlassen zu sehen. Doch wir leben in einer Zeit, die diese Maßnahmen erfordern. Alle unsere religiösen Pflichten können wir auch als Einzelne zu Hause verrichten. Wir können einzeln oder mit unserer Familie beten, einen Fastentag einlegen, Spenden über Online-Banking tätigen oder dem nächsten Nachbarn helfen. Und vor allem in Gebeten uns geistig verbinden.

Folgende aktualisierte Regelungen gelten für die Moschee:

Wir sehen uns in der Verantwortung den Gebetsraum zu schließen, da der Teppich den Virus weiter übertragen kann!

Die tägliche Gemeinschaftsgebete und Freitagsgebete sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Nikah/Eheschließungen ebenso aussetzen müssen.

Auch alle anderen Aktivitäten finden auf unbestimmte Zeit nicht statt.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Solidarität mit alleinstehenden Menschen, mit Kranken und älteren Personen, die sich eine Selbstversorgung nicht einrichten können. Zusammen mit der Stadt Penzberg und den beiden Kirchen haben wir uns entschieden diesen Menschen eine konkrete Hilfe anzubieten. Aus unserer Gemeinde haben sich 25 Jugendliche bereit erklärt diese Aufgaben auszuführen!

Wenn Ihr Hilfe benötigt oder jemanden kennt der Hilfe benötigt, meldet Euch dazu entweder bei der

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ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner unter der Telefonnummer 08856/813103 oder per Mail an elke.zehetner@penzberg.de, oder auch bei

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Imam Benjamin Idriz unter der Mobilnummer 0171/5194017 oder dem

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Vorsitzenden Bayram Yerli unter der Mobilnummer 0170/5252403.

Natürlich stehen Euch der Imam, der Vorsitzende und der gesamte Vorstand auch zu anderen Fragen/Anregungen und jedweder Unterstützung bereit.

Wir bitten Euch um mehr als Verständnis. Wir bitten Euch verantwortlich zu handeln. Wenn unsere staatlichen Behörden und führende medizinische Einrichtungen dazu auffordern möglichst zu Hause zu bleiben, macht es bitte!

Nutzen wird diese Zeit für Itikaf, für die Stärkung unseres Imans und vertrauen wir auf Allah dem Höchsten!

In Frieden und Verbundenheit,

Eure Islamische Gemeinde Penzberg e.V.