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Rat der Religionen in München gegründet

14. Jul 2016 | Allgemein

Am 13. Juli 2016 ist ein Stück Münchner Stadtgeschichte geschrieben worden. Die Stadt, die von Mönchen gegründet und über viele Jahrhunderte stark von einer Konfession dominiert wurde, hat einen „Rat der Religionen“ gegründet, dem gleichberechtigt Vertreterinnen und Vertreter von katholischen, evangelischen, orthodoxen und orientalischen Christen, von Juden, Muslimen, Aleviten und Buddhisten angehören.

Im CVJM in der Landwehrstraße kamen die neun Mitglieder des Sprecherrates und 45 von den Religionsgemeinschaften benannte Mitglieder zur Gründungsversammlung zusammen. Als Festvortrag referierte Prof. Dr. Mathias Rohe vom Zentrum für Islam und Recht in Europa der Univ. Erlangen zur Frage „Wie kann das Zusammenleben der Religionen gelingen?“. Er stellte eindrücklich dar, wie der säkulare Staat – und nur ein solcher! – die freie, gleichberechtigte Religionsausübung ohne Unterschied garantieren kann, von der der Staat selbst wiederum profitiert. Das Zusammenleben gelingt, wenn Religionen dienen, nicht herrschen.

Als Vertreter der Politk sprachen Stadtrat Cumali Naz in Vertretung von Oberbürgermeister Reiter und Landrat Christoph Göbel für den Landkreis München. Stadtdekanin Barbara Kittelberger von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg von der Erzdiözese München und Freising leiteten die Veranstaltung. Ihre Kirchen werden bis auf weiteres alternierend die Geschäftsführung des R.d.R. übernehmen.

Dem Sprecherrat gehören an:

  • Abuna Deuscoros El-Antony für die Koptisch-Orthodoxe Kirche
  • Dr. Thomas Barth für die Deutsche Buddhistische Union
  • Imam Benjamin Idriz für das Münchner Forum für Islam
  • Aykan Inan für den Muslimrat München
  • Alevitische Gemeinde München
  • Stadtdekanin Barbara Kittelberger für das Evangelisch-Lutherische Dekanat München
  • Steven Langnas für die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern
  • Erzpriester Apostolos Malamoussis für die Griechisch-Orthodoxe Metropolie
  • Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg für die Seelsorgsregion München in der Erzdiözese München und Freising

Die Gründung eines interreligiösen Rates war erstmals angeregt worden als im Juli 2010 der damalige Landesbischof Johannes Friedrich im Islamischen Forum Penzberg empfangen wurde. Imam Benjamin Idriz schlug bei der Gelegenheit vor, ein solches Gremium zu schaffen, in dem sich Repräsentanten der Religionsgemeinschaften zu einem beständigen Austausch vernetzen und gemeinsame Positionen zu religiösen und gesellschaftlichen Fragen formulieren. Der Landesbischof erwiderte damals: „Das sollten wir machen.“ – Manchmal benötigen richtig gute Projekte eben sehr viel mehr Zeit, als zunächst erhofft.

Stefan Jakob Wimmer, Freunde Abrahams

Liebe Mitglieder der Islamischen Gemeinde Penzberg,

es fällt uns schwer den persönlichen Kontakt mit Euch zu unterlassen. Es tut auch weh die Moschee einsam und verlassen zu sehen. Doch wir leben in einer Zeit, die diese Maßnahmen erfordern. Alle unsere religiösen Pflichten können wir auch als Einzelne zu Hause verrichten. Wir können einzeln oder mit unserer Familie beten, einen Fastentag einlegen, Spenden über Online-Banking tätigen oder dem nächsten Nachbarn helfen. Und vor allem in Gebeten uns geistig verbinden.

Folgende aktualisierte Regelungen gelten für die Moschee:

Wir sehen uns in der Verantwortung den Gebetsraum zu schließen, da der Teppich den Virus weiter übertragen kann!

Die tägliche Gemeinschaftsgebete und Freitagsgebete sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Nikah/Eheschließungen ebenso aussetzen müssen.

Auch alle anderen Aktivitäten finden auf unbestimmte Zeit nicht statt.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Solidarität mit alleinstehenden Menschen, mit Kranken und älteren Personen, die sich eine Selbstversorgung nicht einrichten können. Zusammen mit der Stadt Penzberg und den beiden Kirchen haben wir uns entschieden diesen Menschen eine konkrete Hilfe anzubieten. Aus unserer Gemeinde haben sich 25 Jugendliche bereit erklärt diese Aufgaben auszuführen!

Wenn Ihr Hilfe benötigt oder jemanden kennt der Hilfe benötigt, meldet Euch dazu entweder bei der

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ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner unter der Telefonnummer 08856/813103 oder per Mail an elke.zehetner@penzberg.de, oder auch bei

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Imam Benjamin Idriz unter der Mobilnummer 0171/5194017 oder dem

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Vorsitzenden Bayram Yerli unter der Mobilnummer 0170/5252403.

Natürlich stehen Euch der Imam, der Vorsitzende und der gesamte Vorstand auch zu anderen Fragen/Anregungen und jedweder Unterstützung bereit.

Wir bitten Euch um mehr als Verständnis. Wir bitten Euch verantwortlich zu handeln. Wenn unsere staatlichen Behörden und führende medizinische Einrichtungen dazu auffordern möglichst zu Hause zu bleiben, macht es bitte!

Nutzen wird diese Zeit für Itikaf, für die Stärkung unseres Imans und vertrauen wir auf Allah dem Höchsten!

In Frieden und Verbundenheit,

Eure Islamische Gemeinde Penzberg e.V.