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Islamische Gemeinde Penzberg ist wieder gemeinnützig

11. Apr 2011 | Pressemitteilungen

Islamische Gemeinde Penzberg ist gemeinnützig
  • Finanzbehörden anerkennen die positive Arbeit der Islamischen Gemeinde Penzberg e.V.
  • Verdacht des Verfassungsschutzes gegenüber der IGP nicht mehr aufrecht erhalten ist.
  • Der jetzt erreichte Erfolg bietet allen ernsthaft an gelingender Integration interessierten Kräften die Chance, im Sinne eines Neuanfangs Zeichen zu setzen für die gemeinsame Zukunft.
  • Wir wollen und werden einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in Bayern leisten. Wir halten an dieser Linie auch in Zukunft fest.
  • Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern sehr herzlich.

Lange mussten die Finanzbehörden der IGP Probleme in Sachen „Gemeinnützigkeit“ machen, weil sie an die Beurteilung des Innenministeriums gebunden waren. Im Innenministerium gibt es aber Personen, die von ihrer negativen Einstellung gegenüber der IGP nicht lassen wollten.
Jetzt hat das Innenministerium gegenüber dem Bayerischen Finanzministerium erklärt, dass der Verdacht gegenüber der IGP, verfassungsfeindliche Bestrebungen zu unterstützen, nicht mehr aufrecht erhalten wird. Das Finanzministerium hat daraufhin binnen Stunden das Finanzamt Garmisch angewiesen, dem Antrag der IGP auf Wiedereinräumung der Gemeinnützigkeit zu entsprechen.

Rechtsanwalt Hildebrecht Braun: „Natürlich freuen wir uns sehr über diese Entwicklung. Wir haben auch nie das Gefühl gehabt, dass die Finanzbehörden uns unfreundlich gesonnen waren.“

Natürlich wissen wir, dass nur der Druck durch die Kirchen, die Medien, der lokalen sowie der landeshauptstadtlichen Stadtratsfraktionen in Penzberg und München, aber auch durch einige führende Vertreter der CSU, der bayerischen Opposition im Landtag (SPD und GRÜNE), insbesondere aber des Koalitionspartners (FDP) dazu geführt hat, dass das Innenministerium endlich seine Bedenken aufgegeben hat. Nach ihrer und unserer Überzeugung waren die Bedenken zu keinem Zeitpunkt gerechtfertigt. Wir halten an dieser Einschätzung fest, obwohl es jahrelang nicht gelang, im Gespräch mit dem Innenministerium oder über zwei Instanzen der Verwaltungsgerichte zu einer zutreffenden Bewertung der Tätigkeit unserer Gemeinde zu kommen.
Wir haben durch die falsche Einschätzung einiger Beamter des Innenministeriums großen Schaden auf vielerlei Ebenen erlitten. Mehrere Jahre lang wurden Konfrontation und Misstrauen gesät und gefördert. Wir haben aber dank der einmaligen Unterstützung herausragender Vertreter der bayerischen Zivilgesellschaft endlich Erfolg gehabt, die alle nicht bereit waren es hinzunehmen, dass Vorgänge wie wir sie erlebt haben, in einem Rechtsstaat möglich sein sollten. Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern, angefangen bei unseren Nachbarn in Penzberg, und in besonderer Weise bei Rechtsanwalt Hildebrecht Braun für seine engagierte Tätigkeit über mehrere Jahre auf ehrenamtlicher Basis, sehr herzlich.

Wir Muslime wollen und werden einen großen Beitrag zu einem friedlichen und erfolgreichen Miteinander von Nichtmuslimen und Muslimen in Bayern leisten. Das haben wir uns bei unserer Gründung vor 17 Jahren so vorgenommen. Wir halten an dieser Linie auch in Zukunft fest. Wir werden in unserem Bemühen nicht nachlassen, Muslimen wie Nichtmuslimen zu zeigen, dass Islam und Grundgesetz sehr wohl miteinander kompatibel sind.

Der jetzt erreichte Erfolg bietet allen ernsthaft an gelingender Integration interessierten Kräften die Chance, im Sinne eines Neuanfangs Zeichen zu setzen für die gemeinsame Zukunft in Bayern.

Vorstand Islamische Gemeinde Penzberg e.V.

Liebe Mitglieder der Islamischen Gemeinde Penzberg,

es fällt uns schwer den persönlichen Kontakt mit Euch zu unterlassen. Es tut auch weh die Moschee einsam und verlassen zu sehen. Doch wir leben in einer Zeit, die diese Maßnahmen erfordern. Alle unsere religiösen Pflichten können wir auch als Einzelne zu Hause verrichten. Wir können einzeln oder mit unserer Familie beten, einen Fastentag einlegen, Spenden über Online-Banking tätigen oder dem nächsten Nachbarn helfen. Und vor allem in Gebeten uns geistig verbinden.

Folgende aktualisierte Regelungen gelten für die Moschee:

Wir sehen uns in der Verantwortung den Gebetsraum zu schließen, da der Teppich den Virus weiter übertragen kann!

Die tägliche Gemeinschaftsgebete und Freitagsgebete sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Nikah/Eheschließungen ebenso aussetzen müssen.

Auch alle anderen Aktivitäten finden auf unbestimmte Zeit nicht statt.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Solidarität mit alleinstehenden Menschen, mit Kranken und älteren Personen, die sich eine Selbstversorgung nicht einrichten können. Zusammen mit der Stadt Penzberg und den beiden Kirchen haben wir uns entschieden diesen Menschen eine konkrete Hilfe anzubieten. Aus unserer Gemeinde haben sich 25 Jugendliche bereit erklärt diese Aufgaben auszuführen!

Wenn Ihr Hilfe benötigt oder jemanden kennt der Hilfe benötigt, meldet Euch dazu entweder bei der

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ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner unter der Telefonnummer 08856/813103 oder per Mail an elke.zehetner@penzberg.de, oder auch bei

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Imam Benjamin Idriz unter der Mobilnummer 0171/5194017 oder dem

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Vorsitzenden Bayram Yerli unter der Mobilnummer 0170/5252403.

Natürlich stehen Euch der Imam, der Vorsitzende und der gesamte Vorstand auch zu anderen Fragen/Anregungen und jedweder Unterstützung bereit.

Wir bitten Euch um mehr als Verständnis. Wir bitten Euch verantwortlich zu handeln. Wenn unsere staatlichen Behörden und führende medizinische Einrichtungen dazu auffordern möglichst zu Hause zu bleiben, macht es bitte!

Nutzen wird diese Zeit für Itikaf, für die Stärkung unseres Imans und vertrauen wir auf Allah dem Höchsten!

In Frieden und Verbundenheit,

Eure Islamische Gemeinde Penzberg e.V.