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	<title>Publikationen - IGP</title>
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	<title>Publikationen - IGP</title>
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		<title>AZ Gastbeitrag von Benjamin Idriz: &#8222;Der Islam ist eine Friedensreligion&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2020 13:24:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der AZ-Serie "Wie Frieden wahren?" schreibt Benjamin Idriz, der Imam von Penzberg über die Bedeutung des Friedens im islamischen Gebet und im Koran.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/az-gastbeitrag-von-benjamin-idriz-der-islam-ist-eine-friedensreligion/">AZ Gastbeitrag von Benjamin Idriz: &#8222;Der Islam ist eine Friedensreligion&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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					<h2 class="entry-title">AZ Gastbeitrag von Benjamin Idriz: &#8222;Der Islam ist eine Friedensreligion&#8220;</h2>
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="400" src="https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/12/igp-imam-idriz-gastbeitrag-abendzeitung.jpg" alt="Gastbeitrag von Benjamin Idriz in der Münchener Abendzeitung" title="AZ Gastbeitrag von Benjamin Idriz" srcset="https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/12/igp-imam-idriz-gastbeitrag-abendzeitung.jpg 800w, https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/12/igp-imam-idriz-gastbeitrag-abendzeitung-480x240.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw" class="wp-image-26729" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Foto: <a href="https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/gastbeitrag-von-benjamin-idriz-der-islam-ist-eine-friedensreligion-art-692354?fbclid=IwAR1GJpjJuoA1MFN_FA4_SRUsrmiGB6f4rDrOC86dfKu2ye3QBW6qVsbBx7g" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abendzeitung-muenchen.de</a> | © Peter Kneffel/dpa</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im Rahmen der AZ-Serie &#8222;Wie Frieden wahren?&#8220; schreibt Benjamin Idriz, der Imam von Penzberg über die Bedeutung des Friedens im islamischen Gebet und im Koran.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sich mit einer Religion zu identifizieren, in meinem Fall mit dem Islam, bedeutet nicht nur an Gott zu glauben, sondern auch Verantwortung zu tragen. Religion macht den Menschen verantwortlich &#8211; verantwortlich für den Frieden. Der Islam bedeutet unter anderem wörtlich &#8222;Friede&#8220;. Der&nbsp;Begriff des Friedens im Islam wird als wichtigster Antrieb der gesamten Weltanschauung eines Muslims verstanden. Er sollte den Wunsch nach Frieden in all seinen Aktivitäten ausdrücken.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Friedenswunsch nach dem Gebet</strong><br /> Dafür dient auch seine religiöse Praxis, die eigentlich vor allem eine persönliche Dimension hat. Doch beim Thema Frieden hat sie eben auch gesellschaftliche Relevanz. Wenn die Gebetszeit kommt, lassen die praktizierenden Gläubigen ihre weltlichen Aufgaben und die Kommunikation beiseite und widmen einige Minuten dem Gebet, dem Gespräch mit Gott. Jedes tägliche Gebet beginnt mit &#8222;Allahu Akbar&#8220; &#8211; &#8222;Gott ist größer&#8220; &#8211; und dies wird bei jeder Bewegung wiederholt. Doch das Gebet endet dann nicht mit diesem Satz, sondern mit: &#8222;As-salam alaikum wa rahmatullah&#8220;: &#8222;Der Friede sei mit euch und die Gnade Gottes.&#8220;</p>
<p>Der Betende dreht sein Gesicht zur rechten und zur linken Seite und spricht diesen Friedenswunsch aus. Danach folgt das Bittgebet, welches der Prophet anempfohlen hat: &#8222;Oh Gott! Du bist der Friede. Von Dir kommt der Friede. Segne uns mit dem Frieden.&#8220; Mit diesem Bittgebet nimmt der Betende Abschied von seinem Gebet, und das Leben mit den Mitmenschen geht weiter &#8211; also im Geiste des Friedens.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>&#8222;Allahu Akbar&#8220; ist keine Parole, keine Kampfansage</strong><br /> Dieses fünfmalige tägliche Ritual soll eine Botschaft vermitteln: Während des Gebets warst du im Frieden mit den Mitmenschen. Du sollst nach dem Gebet zu allen Menschen auf der Welt, ob sie sich auf deiner rechten oder auf deiner linken Seite befinden, friedlich bleiben, bis zum nächsten Gebet. Da du mit dem salam allen Menschen Frieden zugesagt hast, sollst du deinem Versprechen bis zum nächsten Gebet treu bleiben. Gott will durch das Gebet den Menschen lehren, sich anderen Geschöpfen gegenüber friedlich zu verhalten. Deshalb endet das Gebet mit den Worten: &#8222;as-salamu alaykum &#8211; der Friede sei mit euch&#8220;, und nicht mit: &#8222;Allahu Akbar &#8211; Gott ist größer&#8220;. Letzteres auszusprechen ist eine Form des Gottesdienstes, durch die ein Muslim die absolute Macht Gottes anerkennt und somit Demut statt Arroganz demonstriert.</p>
<p>&#8222;Allahu Akbar&#8220; ist eben keine Parole, keine Kampfansage, kein Schlag-Wort, sondern eine gottesdienstliche Handlung, die der Mensch allein in rituellen Gebeten und Bittgebeten ausspricht. &#8222;Gott ist größer&#8220; bedeutet, dass er größer ist als unser Ego und größer als alles, was wir uns vorstellen können.</p>
<p>Es gibt allerdings Menschen, die zu Konfrontation und Aggression neigen, bis hin zu Terror und Mord, und dabei &#8222;Allahu Akbar&#8220; ausrufen, und damit vorgeben, im Namen des Islam und der Muslime zu handeln. Das ist der größte Missbrauch Gottes und somit auch die größte Sünde! Es ist ein Zeichen, dass der Glaube tot und das Gebetsritual bedeutungslos ist, sinnlos, und von ethischen Werten weit entfernt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Im Koran ruft dazu auf, kollektiv in den Frieden einzutreten</strong><br /> Das Gebet ist nicht nur eine Pflicht Gott gegenüber, ein Ritual, das vom Himmel geboten wurde, sondern eine Praxis, die beabsichtigt, Menschen zu erziehen, in Frieden mit Gott, mit sich selbst und mit allen Menschen zu leben. Durch das Gebet wollte Gott den Frieden zwischen den Erdbewohnern und nicht seinen eigenen Frieden sichern, was er nicht nötig hat, weil er selbst &#8222;as-Salam&#8220;, der absolute Friede ist.</p>
<p>In Zeiten von Angst, Herausforderungen und Gewalt ermahnt uns der Koran zu Geduld und Zurückhaltung (2:177). Gleichzeitig erinnert er uns daran: Wer einen Menschen tötet, tötet gleichsam die ganze Menschheit (5:32). Deswegen ruft Gott uns auf, kollektiv in den Frieden einzutreten (2:208), weil der Friede heilig und der Krieg zu verabscheuen ist, und weil der Friede die Grundlage aller Dinge ist. Indem der Koran an 36 Stellen den Begriff &#8222;Salam (Friede)&#8220; wiederholt, ermahnt er die Menschen zum Frieden und zeigt damit auch, dass der Islam alternativlos für den Frieden einsteht.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_8  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Begriff &#8222;birr&#8220; beinhaltet alles was mit dem Guten zusammenhängt</strong><br /> Dem Frieden gilt der gemeinsame Ruf aller Religionen. Als eine Konsequenz aus dem Friedens-Gebot müssen alle Menschen lautstark ihre Parteinahme für den Frieden entschieden und unmissverständlich, überall und unablässig kundtun und gegen all diejenigen laut protestieren, die das friedliche Zusammenleben in Gefahr bringen. Niemals zuvor war es so wichtig für uns alle, uns bewusst zu werden, dass gegenseitiges Verständnis und Friede die Grundbedingungen für unsere Koexistenz und unseren Fortschritt sind.</p>
<p>Gott verlangt von den Muslimen, sich im Verhältnis zu den anderen nach den Maßstäben der Güte (birr) und der Gerechtigkeit (qist) zu richten: &#8222;Was solche angeht, die nicht wegen (eures) Glaubens gegen euch kämpfen und euch auch nicht aus euren Heimstätten vertreiben, Gott verbietet euch nicht, ihnen Güte (birr) zu erweisen und euch ihnen gegenüber völlig gerecht (qist) zu verhalten: denn, wahrlich, Gott liebt jene, die gerecht handeln.&#8220; (60:8).</p>
<p>Deutschland ist ein Land, das Vertriebenen eine Heimat und Sicherheit gewährt hat. Muslime in Deutschland sind der Willkommenskultur der Bevölkerung mit Achtung entgegengekommen. Der Begriff birr in diesem Vers beschreibt das Maß der Beziehungen zwischen Muslimen und Nichtmuslimen und beinhaltet alles, was mit dem Guten zusammenhängt.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Mit Toleranz auf Leute zugehen</strong><br /> Der Koran verlangt von uns, uns auch gegenüber unseren Eltern mit birr zu verhalten, sie sind diejenigen, die nach Gott die höchsten Ansprüche auf uns haben. Damit will Gott den Muslimen sagen: So wie ihr das schönste Verhalten zu euren Eltern an den Tag legt, so müsst ihr auch denen das gleiche Verhalten entgegenbringen, die in Frieden mit euch zusammenleben. Das ist möglich, wenn wir den Menschen, die eine andere Religion, Weltanschauung, Ethnie und Geschlecht haben, mit Toleranz begegnen. Denn die Intoleranz nährt in einer Gesellschaft Hass und Feindschaft und führt zu Konflikten. Der Tolerante hat nichts zu verlieren. Wer verliert, ist der Intolerante.</p>
<p>Ein Muslim geht zuerst mit Toleranz auf die anderen zu, bevor er Toleranz von ihnen erwartet. Die Toleranz ist eine schöne Tugend und erfordert Mut und Weitsicht. Wenn es an Toleranz zwischen den Mitgliedern einer Gesellschaft mangelt, dann ist das auch ein Zeichen dafür, dass es dort eigentlich an Werten und Nächstenliebe mangelt. Die Nächstenliebe steht eine Stufe höher als Toleranz, und die Liebe wiederum erfordert, dass das Herz von Vorurteilen und Hass befreit werden soll. Nur so ist es möglich, Frieden zu bewahren.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_10  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Frieden ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe</strong><br /> Bevor der Prophet des Islam, Muhammed, von dieser Welt Abschied genommen hat, hielt er eine Abschiedsrede und wandte sich an die ganze Weltgemeinschaft: &#8222;Ihr dürft nach meinem Tod einander nicht bekämpfen, kein Blut vergießen, nicht in Extreme verfallen, keine Geheimniskrämerei betreiben, nicht neidisch aufeinander sein, sondern sollt Liebe, Frieden und gegenseitige Achtung verbreiten. O Menschen (Muslime und Nichtmuslime), seid Geschwister!&#8220;.</p>
<p>Das größte Bedürfnis und zugleich die schwierigste Aufgabe unseres Zeitalters ist, in die Köpfe die Idee einzupflanzen, andere Menschen als Schwestern und Brüder in der Menschheit wahrzunehmen. Dafür konsequent zu arbeiten, sind wir verpflichtet. Frieden ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe. Manchmal sind kleine Gesten wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Frieden. Fangen wir mit der Verbreitung des Friedens in Form von guten Wünschen an und sagen &#8222;Frohe Weihnachten!&#8220; zu unseren nichtmuslimischen Nachbarn, Freunden und Kollegen. Und dann beglückwünschen sie uns, wenn unsere Fastenzeit, der Ramadan, kommt.</p>
<p>Somit setzen wir den Ratschlag unseres Propheten Muhammed um, der uns einen Tipp gegeben hat, wie wir Frieden wahren: &#8222;Ihr werdet nicht gläubig, bis ihr euch gegenseitig geachtet und geliebt habt. Soll ich euch zeigen, wie ihr euch lieben und achten werdet? Verbreitet den Frieden(sgruß) unter euch!&#8220;</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_divider et_pb_divider_0 et_pb_divider_position_bottom et_pb_space"><div class="et_pb_divider_internal"></div></div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_11  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Verfasser ist Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschienen: <a href="https://islam-penzberg.de/der-koran-und-die-frauen/">&#8222;Der Koran und die Frauen: Ein Imam erklärt vergessene Seiten des Islam&#8220;</a><br /> (Gütersloher Verlagshaus, 192 Seiten, 18 Euro)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_12  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Quelle: <a href="https://www.abendzeitung-muenchen.de/kultur/gastbeitrag-von-benjamin-idriz-der-islam-ist-eine-friedensreligion-art-692354?fbclid=IwAR1GJpjJuoA1MFN_FA4_SRUsrmiGB6f4rDrOC86dfKu2ye3QBW6qVsbBx7g" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abendzeitung München</a></p></div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/az-gastbeitrag-von-benjamin-idriz-der-islam-ist-eine-friedensreligion/">AZ Gastbeitrag von Benjamin Idriz: &#8222;Der Islam ist eine Friedensreligion&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Wie sollen wir mit „Muhammed-Karikaturen“ umgehen</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/wie-sollen-wir-mit-muhammed-karikaturen-umgehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 12:47:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ibn Salul und Muhammed-Karikaturisten: Wie sollen wir mit Beleidigung umgehen? Was sagt der Koran und was sagt der Prophet selbst dazu? Was müssen wir tun, um dem entgegenzutreten? Eine Antwort.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/wie-sollen-wir-mit-muhammed-karikaturen-umgehen/">Wie sollen wir mit „Muhammed-Karikaturen“ umgehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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					<h2 class="entry-title">Wie sollen wir mit „Muhammed-Karikaturen“ umgehen</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ibn Salul und Muhammed-Karikaturisten: Wie sollen wir mit Beleidigung umgehen? Was sagt der Koran und was sagt der Prophet selbst dazu? Was&nbsp;müssen wir tun, um dem entgegenzutreten? Eine Antwort.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>So wie jedes Ding seine Grenzen hat, hat auch die Freiheit ihre Grenzen – nämlich dort, wo das Recht und die Würde der anderen verletzt wird. Unsere Werte müssen sich auf eine Philosophie stützen, die selbst die Gefühle eines Einzelnen achtet, und umso mehr die einer ganzen Religionsgemeinschaft. Daher lassen sich die Muhammad-Karikaturen und ähnliche Beleidigungen nicht mit Bezug auf die Meinungsfreiheit rechtfertigen. So denke ich, so denken vielleicht auch viele, aber nicht alle. Und alle müssen nicht gleich denken. Es gibt Künstler, die gar nicht unbedingt die Absicht haben, durch ihre, für uns abscheulichen Kunstwerke, andere zu beleidigen, und es gibt solche, die das Ziel verfolgen, einen Keil zwischen friedlich zusammenlebende Gesellschaften zu treiben und den Glauben von mehr als einer Milliarde Menschen zu verspotten.</p>
<p>Die Beleidigungen können bei den Muslimen ihre Liebe zum Propheten Muhammed nie infrage stellen. Tatsache ist, dass diese Beleidigungen dazu geführt haben, dass einige Muslime, die bisher die eigene Religion nicht bewusst gelebt haben, aber auch viele Nichtmuslime, mehr Interesse und Zuneigung zum Islam entwickelt haben. Andererseits mobilisieren solche Beleidigungen jedoch die Extremisten auf beiden Seiten, einfache Bürger wie auch Politiker, die für ihre ideologischen und politischen Zwecke die Situation aufheizen, schädigen das friedliche Zusammenleben und nähren den Hass zwischen den Gesellschaften.</p>
<p>Niemand muss einverstanden sein, wenn Meinungsfreiheit ausgerechnet dadurch geschützt und gestärkt werden soll, dass verächtlich gemacht wird, was anderen Menschen viel bedeutet. Das ist das eine. Das andere ist, dass wir Muslime Demokratie und Meinungsfreiheit damit schützen und stärken müssen, dass wir für die Achtung vor der Würde und den Rechten auch der anderen eintreten. Was die Muslime unerträglich finden ist, wenn jemand Opfer der Meinungsfreiheit wird. Aggressive Antworten auf die Beleidigungen ist aber offenkundig Schwachsinn. Nun fragen die Muslime, wie wir denn auf die Muhammed-Karikaturen und ähnliche Diffamierungen reagieren sollen. Die Antwort ist bei Gott und beim Propheten Muhammed selbst zu finden. Ich versuche durch diesen Artikel eine Antwort zu entwickeln.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ibn Salul als Prototyp der Muhammed-Karikaturisten</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die islamischen Geschichtsbücher und die Sunna bzw. Hadith-Sammlungen überliefern, dass ein Mann namens Abdullah Ibn Salul ein gnadenloser Gegner des Propheten war und sich  als Anführer einer Gruppe hervorgetan hat, die den Propheten immer wieder attackiert und beleidigt hat. Dieser Ibn Salul ist ein Prototyp für alle Menschen zu allen Zeiten, die bewusst oder unbewusst, unter dem Deckmantel der Kunst oder Meinungsfreiheit, oder wie auch immer, den Propheten Muhammed „beleidigen“ oder „erniedrigen“. Aber kann der Prophet Gottes überhaupt beleidigt und erniedrigt werden? Nein! Der Prophet Muhammed, als „das beste Modell“ (Koran&nbsp;33:21), wird über Zeiten und Grenzen hinaus bei Millionen von Menschen das höchste Ansehen genießen, was diejenigen die ihn verspotten ihm aus Unverständnis missgönnen. Der Prophet Muhammed wird, wie kein anderer Mensch, weltweit zu jeder Minute rund um die Uhr und rund um den Globus im muslimischen Gebetsruf gelobt. So ein Mensch kann niemals erniedrigt werden. An ihn kann kein spöttisches Niveau herankommen.</p>
<p>In der Auseinandersetzung mit Ibn Salul, hat sich der Prophet niemals „beleidigt“ gefühlt, war seine Reaktion gegen ihn immer gelassen und besonnen. <nobr>Al-Buhakri</nobr>, der als authentischer Hadith-Sammler und Biograph des Propheten bekannt ist, überliefert, dass der Prophet Muhammed einmal ein Gespräch mit Ibn Salul führen wollte, um Frieden mit ihm zu schließen. Er machte sich auf den Weg mit seinem Esel in Richtung des Wohnortes von Ibn Salul. Als Ibn Salul den Propheten sah, beleidigte er ihn mit den Worten:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_19  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>إليك عني والله لقد آذاني نتنك ونتن حمارك</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_20  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Weg von mir, dein Gestank und der Gestank deines Esels stören mich!“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_21  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Als ein Freund des Propheten Muhammed das hörte, stand er auf und wollte, um den Propheten zu verteidigen, Ibn Salul attackieren. Sofort beruhigte der Prophet seinen Freund, bat ihn, nicht aggressiv zu handeln und verhinderte so eine gewalttätige Auseinandersetzung. Dies ereignete sich nicht etwa in Mekka, wo die Muslime schwach waren, sondern in Medina, als der Prophet und die muslimische Gemeinde stark waren.</p>
<p>Der Koran erzählt, dass Ibn Salul in seinem Hass gegenüber dem Propheten so weit ging, dass er ihm und seiner Gemeinschaft mit der „Vertreibung aus Medina“ drohte (Koran&nbsp;63:8), woraufhin sein Freund Omar bin Khattab den Propheten um Erlaubnis bat, Ibn Salul zu töten. Der Historiker und Korankommentar Ibn Tabari belegt in seiner Exegese zum obengenannten Vers, dass der Prophet Muhammed diesen Wunsch von Ibn Khattab strikt zurückwies und sagte:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_22  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p> دَعْه لا يتحدث الناس أن محمداً يقتل أصحابه</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_23  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Ich will nicht als Muhammed in Erinnerung bleiben, der erlaubt hat, seinen Wegbegleiter zu töten“.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_24  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wohlgemerkt, der Prophet bezeichnete „Ibn Salul“ als „Wegbegleiter/Freund“!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_25  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Hadith-Gelehrte <nobr>Al-Bazzar</nobr> überliefert, dass der Sohn von Ibn Salul den Islam annahm und den Propheten fragte, wie er nun mit seinem Muhammed feindlich gesinnten Vater umgehen solle. Der Prophet antwortete:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_26  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>برّ أباك وأحسن صحبته</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_27  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Respektiere deinen Vater und gehe mit ihm bestens um.“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_28  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Bemerkenswert ist auch noch eine Anekdote, die von Ibn Abbas (dem Cousin des Propheten und zugleich ältestem Koran-Exegeten) überliefert wird: Als Ibn Salul krank geworden war, besuchte ihn der Prophet, und als er starb, bedeckte ihn der Prophet mit seinem Hemd und nahm an seiner Beerdigung teil.</p>
<p>Wir können an diesen Beispielen erkennen, wie der Prophet Muhammed trotz der harten und jahrelangen Anfeindungen Ibn Saluls auf Diffamierungen gelassen und souverän reagiert hat. Zu keiner Zeit unternahm er etwas gegen ihn.</p>
<p>Die Ehefrau des Propheten Aischa berichtet, dass einige ihm feindlich gesinnte Menschen ihn mit den Worten „Tod (arab.&nbsp;saam) sei mit dir“ begrüßt haben, worauf der Prophet mit „Friede (arab.&nbsp;salam) sei mit dir“ konterte. Wütend auf deren Gruß, sagte seine Frau zu ihnen: „Fluch auf euch“. Der Prophet wies sie zurecht:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_29  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>يا عائشة، عَلَيْكِ بِالرِّفْقِ وَإِيَّاكِ وَالْعُنْفَ وَالْفُحْشَ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_30  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Aischa, rede nicht so! Gott liebt die Sanftmütigkeit in allen Dingen. Reagiere nicht gewalttätig und mit Beschimpfungen.“ (Überliefert&nbsp;von&nbsp;Bukhari)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_31  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Umgang des Propheten mit Ibn Salul und ähnlichen Menschen war immer entsprechend seines Prinzips:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_32  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>إنِّي لَمْ أُبْعَثْ لَعَّانًا، وإنَّما بُعِثْتُ رَحْمَةً</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_33  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Ich wurde nicht herabgeschickt als ein Fluch, sondern als eine Gnade.“ (Überliefert von Muslim bin Hadschadsch)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_34  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Warum reagierte der Prophet auf Hetze und Spott so gelassen?</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_35  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Koran ist die Richtschnur für den Propheten und somit auch für die Muslime. Er gibt Orientierung, wie sich der Mensch in Situationen verhalten soll, wenn auf Kosten von Gott, des Korans oder seines Propheten gespottet wird. Der Koran thematisiert solche Fälle an mehreren Stellen, und an keiner Stelle erlaubt er eine aggressive Reaktion, weder im Wortlaut noch in der Tat. Hier einige Bespiele und Ratschläge aus dem Koran:</p>
<p>Der Koran berichtet, dass der Prophet Muhammed mehrmals als „Verrückter!“ (vgl. die Verse 15:6; 26:27; 37:36; 44:14; 51:39; 52:29; 68:2; 68:51 und 81:22) oder „lügnerischer Zauberer!“ (38:04) bezeichnet wurde. Gott erinnert ihn daran, dass auch andere Propheten vor ihm verspottet wurden:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_36  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَلَقَدِ اسْتُهْزِئَ بِرُسُلٍ مِّن قَبْلِكَ فَحَاقَ بِالَّذِينَ سَخِرُواْ مِنْهُم مَّا كَانُواْ بِهِ يَسْتَهْزِؤُونَ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_37  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Und fürwahr, selbst vor deiner Zeit sind Propheten verspottet worden.“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_38  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(6:10 auch 43:7 und 51:52)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_39  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Natürlich ist es für einen Menschen, der versucht, Frieden und Barmherzigkeit in der Gesellschaft zu stiften (21:107), schwer, Beleidigungen zu ertragen. Gott beschreibt diese menschliche Situation, tröstet ihn und gibt ihm Orientierung:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_40  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَلَقَدْ نَعْلَمُ أَنَّكَ يَضِيقُ صَدْرُكَ بِمَا يَقُولُونَ فَسَبِّحْ بِحَمْدِ رَبِّكَ وَكُن مِّنَ السَّاجِدِينَ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_41  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Wir wissen gut, dass deine Brust beengt ist wegen der blasphemischen Dinge, die sie sagen: aber lobpreise du den grenzenlosen Ruhm deines Erhalters und rühme Ihn.“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_42  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(15:97-98)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_43  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Gott rät ihm, Geduld zu demonstrieren und Distanz einzunehmen:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_44  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَاصْبِرْ عَلَى مَا يَقُولُونَ وَاهْجُرْهُمْ هَجْرًا جَمِيلا</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_45  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Ertrage mit Geduld, was immer die Leute gegen dich sagen mögen, und meide sie mit schicklicher Meidung.“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_46  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(73:10)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_47  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Als ein Schritt über die Geduld hinaus, ist ihm empfohlen, Böses mit Gutem abzuwehren:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_48  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>ادْفَعْ بِالَّتِي هِيَ أَحْسَنُ السَّيِّئَةَ نَحْنُ أَعْلَمُ بِمَا يَصِفُونَ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_49  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Aber was immer sie sagen oder tun mögen, wehre das Übel, das sie begehen, ab mit etwas, was besser ist.“ </p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_50  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(23:96)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_51  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Warum? Weil wir von Gott beauftragt sind „Feinde“ in „Freunde“ umzuwandeln. Das kann nur gelingen, wenn wir mit Besserem entgegnen: </p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_52  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَلَا تَسْتَوِي الْحَسَنَةُ وَلَا السَّيِّئَةُ ادْفَعْ بِالَّتِي هِيَ أَحْسَنُ فَإِذَا الَّذِي بَيْنَكَ وَبَيْنَهُ عَدَاوَةٌ كَأَنَّهُ وَلِيٌّ حَمِيمٌ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_53  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Die gute und die schlechte Tat sind nicht einander gleichzusetzen. Entgegne mit etwas Besserem! Und wenn zwischen dir und ihm Feindschaft ist, dann soll es sein, als wäre er ein enger Freund!“</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_54  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(41:34)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_55  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sogar wenn Menschen Gott/Allah oder den Koran verspotten, empfiehlt der Koran, zu ihnen Distanz einzunehmen:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_56  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَإِذَا رَأَيْتَ الَّذِينَ يَخُوضُونَ فِي آيَاتِنَا فَأَعْرِضْ عَنْهُمْ حَتَّى يَخُوضُواْ فِي حَدِيثٍ غَيْرِهِ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_57  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Wenn du nun solche triffst, die sich in (blasphemischer) Rede über Unsere Botschaften ergehen, kehre ihnen den Rücken, bis sie über andere Dinge zu reden beginnen.“ </p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_58  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(6:68)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_59  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Distanz also bis sie ein anderes, besseres Thema finden. Gott verbietet uns, Menschen zu schmähen, die ein anderes Gottesverständnis haben, als wir (6:108). Wenn aber nicht Distanz zu Menschen eingenommen wird, die Gott oder den Propheten verspotten, und stattdessen mit gleichen Methoden oder gar mit Gewalt reagiert wird, dann führt das dazu, dass sowohl diejenigen, die spotten als auch diejenigen, die sich davon provozieren lassen, auf gleicher Stufe sind. Gott warnt:</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_60  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَقَدْ نَزَّلَ عَلَيْكُمْ فِي الْكِتَابِ أَنْ إِذَا سَمِعْتُمْ آيَاتِ اللَّهِ يُكْفَرُ بِهَا وَيُسْتَهْزَأُ بِهَا فَلاَ تَقْعُدُواْ مَعَهُمْ حَتَّى يَخُوضُواْ فِي حَدِيثٍ غَيْرِهِ إِنَّكُمْ إِذًا مِّثْلُهُمْ</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_61  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>„Er hat euch in dieser göttlichen Schrift geboten, dass immer, wenn ihr Leute die Wahrheit von Gottes Botschaften leugnen und über sie spotten hört, ihr ihre Gesellschaft meiden sollt, bis sie von anderen Dingen zu reden beginnen – sonst werdet ihr wahrlich wie sie werden!“ </p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_62  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>(4:140)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_63  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>All diese Koranverse und die Haltungen des Propheten zeigen, dass Gott und Sein Gesandter gegen jegliche Art von Aggression und Gewalt sind, wenn andere sich über unsere religiösen Symbole lustig machen. Diejenigen, die Gewalt ausüben und solche, die Sympathie mit den Gewalttätern zeigen, aber auch solche, die dazu schweigen, sind es, die tatsächlich dem Islam mehr schaden. Sie tragen gerade nicht dazu bei, sondern sie verhindern es direkt oder indirekt, unseren barmherzigen Propheten richtig darzustellen. Solange solche Menschen vorgeben, im Namen des Islam zu handeln, solange werden wahre Musliminnen und Muslime sich darüber empören und ihren Widerspruch gegen die, die den Islam von innen heraus beschädigen, laut und deutlich öffentlich kundtun. Denn tun sie es nicht – dann beleidigen sie selbst, stillschweigend, den Propheten.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_64  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Was also tun?</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_65  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>1. Die Liebe zu Gott und Seinem Gesandten soll allein durch mehr Demut, Barmherzigkeit, Geduld und Wohltaten in unseren Herzen und in unserem Handeln ausgedrückt werden! Je mehr wir Liebe und Sanftmütigkeit demonstrieren, desto mehr handeln wir im Sinne des Propheten. Jeder von uns soll ein „lebender Muhammed“ sein, der, in seinem Tun und Handeln Spuren der Barmherzigkeit auf der Erde zurücklässt.</p>
<p>2. Nicht müde werden, die Werte der Meinungsfreiheit zu betonen, und dass wir Gewalt ohne Wenn und Aber verurteilen. Zugleich klarstellen: Ja zu Humor, Scherz und Kunst, aber die Beleidigung von heiligen Symbolen kann nicht akzeptiert werden, und zwar egal um welche Religion es sich handelt.</p>
<p>3. In der Geschichte waren Religion und Kunst immer Geschwister, allerdings haben sich beide, angestiftet von Muhammed-Karikaturen, so entfremdet, dass beide daran leiden. Was nötig ist, ist Kunst und Religion wieder zu versöhnen. Hier sind die in Europa lebenden muslimischen Künstler aufgefordert, ihre Kunst auf die Bühne zu bringen und die Schönheit der Kunst zu demonstrieren. In der Zeit des Propheten Muhammed waren es ausgerechnet nichtmuslimische Künstler, bzw. Poeten, die den Propheten verspotteten. Der Wegbegleiter des Propheten und der erste muslimische Poet Hassan Ibn Thabit spielte eine entscheidende Rolle, wenn es darum ging, die humanen Eigenschaften des Propheten Muhammed innerhalb der Kunstwelt zu präsentieren. Analog zu Hassan Ibn Thabit sollen die muslimischen Poeten, Dichter, Maler, Musiker, kurzum Künstler das gnadenvolle Gesicht des Propheten in Kunstsprache übertragen.</p>
<p>4. Die Imame und Theologen, aber auch andere Muslime, sind aufgefordert, in den jeweiligen Sprachen der Länder, in Deutschland auf Deutsch, in Frankreich auf Französisch, Texte und Bücher zu verfassen, oder Videobotschaften zu senden, in denen wir die Barmherzigkeit des Propheten Muhammed wiedergeben und präsentieren. Er wurde als „Barmherzigkeit und Gnade für alle Welten“, also für alle Völker entsendet, wie der Koran sagt (21:107). Viele Muslime haben ihn allerdings nur für sich beansprucht und ihn in das Getto ihrer eigenen Kreise eingesperrt!</p>
<p>5. Mit dem Karikaturen-Streit haben die Karikaturisten geschafft, was wir nicht geschafft haben, nämlich den Prophet Muhammed auf die Weltszene zu bringen. Jetzt sind wir herausgefordert und aufgefordert, den Propheten in bester Art und Weise auf der Weltbühne zu präsentieren. Er muss raus aus unseren muslimischen Häusern und Moscheen in die Öffentlichkeit, er muss da sein, wo die Menschen sind, in Bibliotheken, Schulen, Universitäten, Parlamenten, Medien, Museen, Theatern&#8230; Sind wir bereit entsprechende positive und qualitative Angebote zu liefern? Wenn nicht, dann warum jammern?! Wenn ja, dann ab heute! Heute ist sein Geburtstag, Friede sei auf Ihn und auf die friedliebenden Menschen!</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/wie-sollen-wir-mit-muhammed-karikaturen-umgehen/">Wie sollen wir mit „Muhammed-Karikaturen“ umgehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Islam und Politik</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/islam-und-politik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Oct 2017 14:15:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Demokratie ist diejenige Regierungsform, die dem koranischen Prinzip der Volksberatung (schura) am nächsten kommt. Im Islam ist das Volk das fundamental Entscheidende.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/islam-und-politik/">Islam und Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_9 header-igp et_pb_with_background et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><a href="/imam-benjamin-idriz/">Imam Benjamin Idriz</a></div>
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					<h2 class="entry-title">Islam und Politik</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der „politische Islam“ scheint gescheitert. Fundamentalistische Strömungen missbrauchen Religion für politische Zwecke. Die zeitgemäßen Theologen setzten sich mit den Anspruch auf einen „islamischen Staat“ kritisch. Al-Ghazali (1111), Ibn Taymiya (1328) und ihre Nachfolger, die einen islamischen Staat für die Existenz eines islamischen gesellschaftlichen Lebens voraussetzen, propagieren eine Irrmeinung.</p>
<p>Dabei kristallisierte sich ein neuer Ansatz heraus, der die Angelegenheiten des Glaubens und der Politik nicht miteinander vermengt, der sie aber auch nicht voneinander isoliert. Zeitgemäßen Theologen gehen dabei sowohl zum Theokratismus als auch zu einem ultra-laizistischen Staatsverständnis auf Distanz und schlugen einen mittleren Weg vor.</p>
<p>Die Demokratie ist diejenige Regierungsform, die dem koranischen Prinzip der Volksberatung (schura) am nächsten kommt. Im Islam ist das Volk das fundamental Entscheidende. Die Macht bezieht ihre Legitimation vom Volk: „Parlament“. Was dem Islam widerspricht, ist nicht die Demokratie, sondern die Diktatur. Es ist auch äußerst falsch, die Demokratie als ein Instrument zu betrachten, das man nach einer Weile abschaffen müsste. Im Staat haben Muslime und Nicht-Muslime die gleichen Rechte. Wenn der Islam eine politische Haltung hat, dann besteht sie im Streben, eine Ordnung in der Welt zu errichten, die sich auf die „Gerechtigkeit“ und den „Frieden“ stützt. Ein idealer Staat der Muslime hat pluralistisch und freiheitlich zu sein.</p>
<p>Das eigentliche Ziel der Politik ist, die Menschen in Frieden zusammenleben zu lassen, und die Grundlage dafür bilden Gleichheit und Gerechtigkeit. Es muss betont werden, dass das Individuum, das seine Religion frei ausüben darf, hierfür eines Staates nicht bedarf. Im Konflikt zwischen dem Staat und den Rechten sind die Rechte vorzuziehen. Denn sie sind die Daseinsberechtigung des Staates. Das Recht auf Ernährung, Wohnung, Sicherheit, Meinung- und Glaubensfreiheit, Teilnahme und Kritik an der Regierung, Überwachung der Regierung usw. – das sind nicht einfach Rechte, sondern auch Pflichten für jeden Menschen. Im Islam ist die Beratung, d.h. die Teilnahme der Regierten an der Regierung, nicht nur ein Recht, sondern eine obligatorische Pflicht (fard). Viele Prinzipien des demokratischen Systems wie die Freiheit des Denkens und der Rede, Gleichheit, Überlegenheit des Rechts und Gerechtigkeit sind im Islam ebenfalls nicht einfach nur Rechte, sondern zwingende Pflichten (fard). Diese Rechte und Pflichten sind allesamt nur auf friedlichem Weg wahrzunehmen und zu erfüllen. Gewaltverzicht ist Grundprinzip.</p>
<p>Der Islam hat keine bestimmte politische Regierungsform eingeführt. Den Aufbau einer Rechtsordnung zur Befriedigung der jeweiligen Bedürfnisse der Gesellschaft hat der Islam den Menschen selbst überlassen. Daher ist der Islam seinem Wesen nach säkularistisch. Denn wir haben keinen Klerus. Da es im Islam keine mit der Kirche vergleichbare Institution gibt, besteht auch das Problem einer Trennung der Religion vom Staat nicht. Was unsere (muslimischen) Gesellschaften brauchen, ist die Trennung der Religion von der Politik. Dies bedeutet, dass die Religion für politische Zwecke nicht instrumentalisiert werden darf; denn die Religion repräsentiert einen konstanten und absoluten Bereich im menschlichen Dasein.</p>
<p>Die Politik hingegen ist relativ und veränderlich. Die Politik wird von Interessen geleitet, und das Bestreben der Politiker orientiert sich an Vorteilen. Die Religion muss aber fern von solchen Überlegungen gehalten werden. Wenn religiöse Konflikte von politischen Ambitionen herrühren, bedeutet dies für die Gesellschaft eine Zerreißprobe und kann zum Bürgerkrieg führen.</p>
<p>Die Muslime dürfen im Einklang mit den grundlegenden Zielen der Religion das Rechtssystem erneuern. Daher gibt es im Islam auch keinerlei politische Ordnung, die durch starre Schablonen festgelegt wäre. Das Wesen der politischen Philosophie im Islam besteht darin, einen Staat zu gründen, der sich auf Gerechtigkeit stützt. Welche Regierungsform im Lichte dieses grundlegenden Wertes zu bilden sei, müssen die Menschen durch ihre Vernunft selbst herausfinden. Der Staat hat keine Religion, und das eigentliche Maß des Regierens ist die Gerechtigkeit; daher ist die Bezeichnung ›Staat der Gerechtigkeit‹ bzw. Rechtsstaat angemessener als Islamstaat. So wie es keinen Staat der Religion geben darf, so ist auch eine Religion des Staates unzulässig.</p>
<p>Der Islam sieht eine Trennung bzw. Kooperation zwischen Religion und Staat vor, also einen »Kooperationsstaat« auf der Basis von Werten. Daher ist der »Islamismus« in der in Europa so bezeichneten Form, also der Anspruch auf einen sog. Gottesstaat, mit dem Islam unvereinbar.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/islam-und-politik/">Islam und Politik</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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		<title>Tag der Geburt des Propheten Muhammed a.s.</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/tag-der-geburt-des-propheten-muhammed-a-s/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2015 17:04:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Wir haben dich nicht anders als zur Menschheit insgesamt gesandt, ein Verkünder froher Kunde und ein Warner zu sein; aber die meisten Laute verstehen dies nicht.« (34/28)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/tag-der-geburt-des-propheten-muhammed-a-s/">Tag der Geburt des Propheten Muhammed a.s.</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_11 r-410 et_pb_with_background et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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					<h1 class="entry-title">Tag der Geburt des Propheten Muhammed a.s.</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"> | 23. Dez. 2015 | 12.&nbsp;Rebiul-evvel&nbsp;1437</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>»Wir haben dich nicht anders als zur Menschheit insgesamt gesandt, ein Verkünder froher Kunde und ein Warner zu sein; aber die meisten Laute verstehen dies nicht.« (Koran&nbsp;34/28)</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">وَمَا أَرْسَلْنَاكَ إِلاَّ كَافَّةً لِّلنَّاسِ بَشِيرًا وَنَذِيرًا وَلَكِنَّ أَكْثَرَ النَّاسِ لا يَعْلَمُونَ</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine Botschaft sollte verkündet werden, um all das wiederzubeleben, was Noah, Abraham, Moses und Jesus der Menschheit an Gutem hinterlassen haben: »Ich bin gekommen, die moralischen Werte zu vollenden.«</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">بعثت لأتمم مكارم الأخلاق</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Im Jahr 622, begann mit Muhammed (s) in der ganzen Welt eine neue Ära: Die Sendung des Propheten war ein neuer Anfang für die Menschheit, und ein gewaltiges historisches Ereignis. »Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf..« (96/1).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ الَّذِي خَلَقَ</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dieser ersten Offenbarung wurde Ihm die Prophetie angekündigt, um den Glauben der Menschen auf Erden neu zu beleben und eine Gemeinschaft zu gründen, die den monotheistischen Glauben vertreten sollte. Das Ziel war, unter Menschen eine gemäßigte (muslimische) Gesellschaft zu gründen:<br />
»Und haben Wir gewollt, dass ihr eine Gemeinschaft des Mittelweges seid, auf dass ihr (mit eurem Leben) Zeugnis für die Wahrheit vor aller Menschheit geben möget und dass der Gesandte Zeugnis dafür vor euch geben möge.« (2/143).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>وَكَذَلِكَ جَعَلْنَاكُمْ أُمَّةً وَسَطًا لِّتَكُونُواْ شُهَدَاء عَلَى النَّاسِ وَيَكُونَ الرَّسُولُ عَلَيْكُمْ شَهِيدًا</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Er ist 23 Jahre als Siegel der Propheten gewirkt, in einem vorislamischen, gewissenlosen Umfeld, in dem blutige Schlachten zwischen verfeindeten Stämmen stattfanden, unerwünschte Mädchen nach der Geburt bei lebendigem Leibe begraben, Frauen wie Waren auf Märkten verkauft wurden und die Unterdrückung der Schwächeren durch Stärkere als Naturgesetz galt. Es war eine mutige Stimme nötig, die sich im Namen der lebendig begrabenen Mädchen für das Recht auf Leben erheben und fragen sollte: »Für welche Schuld wurden diese Kinder gemordet?« (81/9).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">وَإِذَا الْمَوْؤُودَةُ سُئِلَتْ بِأَيِّ ذَنبٍ قُتِلَتْ</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Er ist 23 Jahre als Siegel der Propheten gewirkt, in einem vorislamischen, gewissenlosen Umfeld, in dem blutige Schlachten zwischen verfeindeten Stämmen stattfanden, unerwünschte Mädchen nach der Geburt bei lebendigem Leibe begraben, Frauen wie Waren auf Märkten verkauft wurden und die Unterdrückung der Schwächeren durch Stärkere als Naturgesetz galt. Es war eine mutige Stimme nötig, die sich im Namen der lebendig begrabenen Mädchen für das Recht auf Leben erheben und fragen sollte: »Für welche Schuld wurden diese Kinder gemordet?« (81/9).</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">وَإِذَا الْمَوْؤُودَةُ سُئِلَتْ بِأَيِّ ذَنبٍ قُتِلَتْ</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit Bezug auf den Koranvers: »Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde« revolutionierte Muhammed die Rechte der Frauen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">وَالْمُؤْمِنُونَ وَالْمُؤْمِنَاتُ بَعْضُهُمْ أَوْلِيَاء بَعْضٍ</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_85  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit seinen Spruch: »Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtswürdigen erniedrigen sie« betonte er die Gleichheit der Geschlechter und Frauenwürde.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_86  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">إنما النساء شقائق الرجال، ما أكرمهن إلا كريم، وما أهانهن إلا لئيم</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_87  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Er kündigte an, dass die Toleranz die höchste Tugend ist und das Flexibilität und Maß die Grundkriterien seine Lehre sind: »Sie sollen wissen, dass in unserer Religion Flexibilität besteht. Ich bin mit der monotheistisch-tolerante Lehre gesandt worden«.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">فاليعلموا أن في ديننا فسحة إني بعثت بحنيفية سمحة</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine vereinende Stimme der Brüderlichkeit in einer Region, in der sich die Menschen aus nichtigen Gründen Schlachten lieferten, in der jeder seinen eigenen Stamm über die anderen stellte und mit aller Brutalität versuchte, dies durchzusetzen, eine Stimme der Versöhnung in einer Welt der Feindschaft und Gewalt, die sagen sollte:</p>
<p>»Irrt ihr nach mir nicht in dem sie einander kämpft!</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">ألا لا ترجعن بعدي ضلالا يضرب بعضكم رقاب بعض</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dieser Botschaft beginnt Muhammed die Menschen dazu zu bewegen, der Stimme ihres Gewissens wieder zu folgen, die für Wahrheit, Freiheit, Güte, Moral und Gerechtigkeit spricht.</p></div>
			</div>
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			</div>
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine vereinende Stimme der Brüderlichkeit in einer Region, in der sich die Menschen aus nichtigen Gründen Schlachten lieferten, in der jeder seinen eigenen Stamm über die anderen stellte und mit aller Brutalität versuchte, dies durchzusetzen, eine Stimme der Versöhnung in einer Welt der Feindschaft und Gewalt, die sagen sollte:</p>
<p>»Irrt ihr nach mir nicht in dem sie einander kämpft!</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_93  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">ألا لا ترجعن بعدي ضلالا يضرب بعضكم رقاب بعض</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_94  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit dieser Botschaft beginnt Muhammed die Menschen dazu zu bewegen, der Stimme ihres Gewissens wieder zu folgen, die für Wahrheit, Freiheit, Güte, Moral und Gerechtigkeit spricht.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Folgende Worte Muhammeds (s) beschreiben die Prinzipien des Verhältnisses zwischen den Menschen:</p>
<p>»Vermeidet Unterstellungen. Bemüht euch, nicht die Fehler der anderen zu sehen oder zu hören. Forscht nicht das Privatleben der anderen aus. Klatscht nicht übereinander. Hasst einander nicht. Dreht euch nicht den Rücken zu. Oh Menschen Gottes, werdet Geschwister!«</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">لا تحاسدوا ولا تناجشوا ولا تباغضوا ولا تدابروا وكونوا عباد الله إخوانا</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_97  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">Muhammed (s), der von denjenigen ausgegrenzt wurde, die keine Gedankenfreiheit duldeten, der seine Heimat verlassen musste, nach zehn Jahren, als Religionsführer gestärkt nach Mekka zurück. Statt Rache zu üben, sagte er zu seinen Peinigern von damals folgende richtungsweisende Worte:</p>
<p>»Es wird keine Rache gegenüber euch ausgeübt. Gott möge es mir und euch verzeihen. Geht, wo ihr hinwollt, denn ihr seid frei!«</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">لا تثريب عليكم اليوم، يغفر الله لى ولكم اذهبوا فأنتم الطلقاء</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sein Auschlaggebender Charakter war die Barmherzigkeit.</p>
<p>„Es geschieht um Allahs Barmherzigkeit willen, dass du zu ihnen milde bist; wärst du aber schroff und hartherzig, so würden sie wahrlich rings um dich auseinandergelaufen. So verzeihe ihnen, bitte für sie um Vergebung und ziehe sie in den Angelegenheiten zu Rate.“ (3:159)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_100  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">فَبِمَا رَحْمَةٍ مِنَ اللَّهِ لِنْتَ لَهُمْ وَلَوْ كُنْتَ فَظّاً غَلِيظَ الْقَلْبِ لَانْفَضُّوا مِنْ حَوْلِكَ فَاعْفُ عَنْهُمْ وَاسْتَغْفِرْ لَهُمْ وَشَاوِرْهُمْ فِي الْأَمْرِ</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_101  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Seine Geschichte als Gesandter Gottes endet mit dem Vermächtnis, das er als kranker Mann in den Armen seiner Frau Aischa in Medina aussprach:</p>
<p>»Ich rate euch, dass ihr euer Gebet verrichtet [Treue zu Gott] und euch gegenüber euren Frauen wohl verhaltet.«</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner">الصلاة وما ملكت أيمانكم</div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Diejenige die den Gottes Prophet Muhammed folgen haben Grund glücklich zu sein:</p>
<p>»Jene daher, die an ihm glauben und ihn ehren und ihm beistehen und dem Licht folgen werden, das durch ihn von droben erteilt worden ist – es sind sie, die einen glückseligen Zustand erlangen werden. « (7:157)</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_104  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner">فَالَّذِينَ آمَنُواْ بِهِ وَعَزَّرُوهُ وَنَصَرُوهُ وَاتَّبَعُواْ النُّورَ الَّذِيَ أُنزِلَ مَعَهُ أُوْلَئِكَ هُمُ الْمُفْلِحُونَ</div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_105  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wir als seine Nachfolger müssen versuchen, uns seine vorbildlichen Eigenschaften anzueignen und auch Zeichen der Moralwerte, Gottesbewusstsein, Gewaltlosigkeit, Toleranz, Versöhnung und Maß zu setzen und dies auszustrahlen.</p>
<p>Wie er von Allah „nur als Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt“ (21:107) wurde, so müssen wir als seine Nachfolger die Adresse der Barmherzigkeit für die Weltgemeinschaft sein.<br />
Denn diese Werte sind für die Menschen wichtig und notwendig.</p>
<p>Möge unser Mawlid-Fest gesegnet sein, möge er ein Anstoß zum Guten für die gesamte Menschheit sein.</p></div>
			</div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/tag-der-geburt-des-propheten-muhammed-a-s/">Tag der Geburt des Propheten Muhammed a.s.</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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		<title>Pluralismus</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/pluralismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2014 16:07:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es einen Pluralismus in Bezug auf die Religion gibt, so ist es eine Notwendigkeit, ihn auch in der Kultur, Politik und in allen anderen Gebieten des Lebens gelten zu lassen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/pluralismus/">Pluralismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><a href="/imam-benjamin-idriz/">Imam Benjamin Idriz</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Publikationen</h1></div>
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					<h2 class="entry-title">Pluralismus</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Vielfalt ist ein islamischer Wert</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn es einen Pluralismus in Bezug auf die Religion gibt, so ist es eine Notwendigkeit, ihn auch in der Kultur, Politik und in allen anderen Gebieten des Lebens gelten zu lassen. Denn dort, wo es kein pluralistisches politisches System gibt, herrschen Diktatur und Despotie.</p></div>
			</div><div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_110  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><p>Gott, der Schöpfer aller Menschen, ist einzig. Außer ihm existiert alles in der Mehrzahl. Gott hat verschiedene Glaubensrichtungen, Gesetze, Ethnien, Hautfarben, Sprachen geschaffen, damit die Menschen sich kennenlernen, miteinander kommunizieren und voneinander lernen: <b>»O Menschen! Siehe, Wir haben euch alle aus einem Männ­lichen und einem Weiblichen erschaffen und haben euch zu Nationen und Völker gemacht, auf dass ihr einander kennenlernen möget.« </b>(Koran:&nbsp;49/13).</p>
<p>Gott wollte, dass die Menschen Pluralisten sind – sonst hätte er uns alle mit derselben Religion und derselben Nationalität erschaffen. <b>»Und hätte dein Herr es gewollt, so hätte Er die Menschen alle zu einer einzigen Gemeinde gemacht; doch sie wollten nicht davon ablassen, uneins zu sein.«</b> (Koran:&nbsp;11/118). Es widerspricht dem Koran, die eigene Religion und Lebensweise anderen aufzuzwingen: <b>»Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?«</b> (Koran:&nbsp;10/99). Man kann der festen Überzeugung sein, dass der eigene Glaube und das eigene Denken richtig sind, aber das gibt einem nicht das Recht, den anderen Glauben und das andere Denken als falsch zu verurteilen. Gott weist mit dem Vers <b>»Ihr habt eure Religion und ich habe meine Religion«</b> (Koran:&nbsp;109/6) darauf hin, dass es mehr als einen Religionsgemeinschaft gibt und dass die Andersgläubigen nicht als »Ungläubige« bezeichnet werden dürfen. Wer nicht das glaubt, was ich glaube, ist nicht »ungläubig«, sondern »andersgläubig«. Den koranischen Begriff <i>kafir</i> als »ungläubig« zu übersetzen, ist etymologisch und terminologisch falsch. Dieses Wort hat mit »ablehnen« und »verleugnen« zu tun und bedeutet nicht »ungläubig«. Es ist falsch, einen Christen oder Juden »ungläubig« zu nennen, denn er glaubt ja etwas, was seiner Überzeugung nach richtig ist.</p>
<p>Was falsch und was richtig ist, dieses Urteil steht nicht dem Menschen, sondern Gott zu: <b>»Gott wird zwischen euch am Auferstehungstag richten hinsichtlich all dessen, worüber ihr uneins zu sein pflegtet«</b> (Koran:&nbsp;22/69). Der Vers <b>»Es gibt keinen Zwang im Glauben«</b> (Koran:&nbsp;2/256) und der Vers <b>»Für euch eure Religion und für mich meine Religion«</b> (Koran:&nbsp;109/6) weist nicht nur auf die unbestreitbare Realität hin, dass mehr als eine Religion existieren, sondern er stellt auch die Forderung auf, niemandem den eigenen Glauben aufzuzwingen. Darüber hinaus weist der Koran darauf hin, dass die verschiedenen Glaubensrichtungen ihre Gebetshäuser haben, die heilig sind und denen man unendlichen Respekt und bedingungslosen Schutz zukommen lassen muss. <b>»… und würde Gott nicht die einen Menschen durch die anderen im Zaum halten, so wären gewiss die Gebetshäuser, Klöster und Kirchen, Synagogen und Moscheen niedergerissen worden, worin der Name Gottes oft genannt wird.«</b> (Koran:&nbsp;22/40).</p>
<p>Der Islam verteidigt in seiner Lehre die Pluralität der Rassen (Koran:&nbsp;48/13), der Sprachen (Koran:&nbsp;30/22) und Religionen (Koran:&nbsp;11/117), und die muslimische Geschichte bezeugt die praktische Anwendung dieses Pluralismus. Die besten Beispiele für einen Pluralismus in der islamischen Geschichte liefern der »Vertrag von Medina«, der zu Lebzeiten Muhammeds verabschiedet wurde und den Charakter einer Verfassung für alle Bürger hatte, und das millet-System im Osmanischen Reich.</p>
<p>Wenn es einen Pluralismus in Bezug auf die Religion gibt, so ist es eine Notwendigkeit, ihn auch in der Kultur, Politik, Weltanschauungen und in allen anderen Gebieten des Lebens gelten zu lassen. Denn dort, wo es kein pluralistisches politisches System gibt, herrschen Diktatur und Despotie; und wir alle sehen ja heute, in welch erbärmlicher Lage sich die Gesellschaften unter solchen Regimen befinden und welches Ende solche Regime selbst nehmen. Die arabischen Massen verlangen jetzt konkrete und tragfähige Programme zur Sicherung ihrer Freiheit und ihrer Rechte, für Meinungs- und Pressefreiheit, für Religionsvielfalt, für Pluralismus, zur Bekämpfung der Armut und des sozialen Elends, und angefachte Konflikte in der Region wären sicherlich das Letzte, was sie sich dazu wünschten.</p>
<p>Die deutsche Verfassung und die in Europa vorherrschende demokratische Kultur garantieren die Existenz des Pluralismus. Es wäre weder mit dem Islam noch mit den Prinzipien irgendeines demokratischen Landes vereinbar, sich dem Pluralismus zu verschließen und stattdessen die Menschen einander angleichen zu wollen im Sinne von: »Was ich denke, ist richtig, und was die anderen denken, ist falsch und muss bekämpft werden.«</p></div>
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		<title>Dialog und Nichtmuslime in islamischen Ländern</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/dialog-und-nichtmuslime-in-islamischen-laendern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2014 09:06:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einladung des Korans an Juden und Christen zum „Gemeinsamen Wort“ (Koran&#160;3:64) ist auch ein Appell zu gemeinsamem Handeln für die Wahrung der gemeinsamen Interessen und Werte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/dialog-und-nichtmuslime-in-islamischen-laendern/">Dialog und Nichtmuslime in islamischen Ländern</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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					<h2 class="entry-title">Dialog und Nichtmuslime in islamischen Ländern</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eine dialogische Einstellung bildet die Grundlage für einen geschwisterlichen Geist und ein Zusammenleben in der gesellschaftlichen Pluralität. Dialog führt zu Partizipation. Obwohl Gott selbst das Universum führt und dazu von niemand Unterstützung braucht, steht er von Anfang an mit den Geschöpfen, Engeln und Propheten im Dialog. Selbst mit dem Satan trat er in Kontakt (Koran 38:73-83). Die Propheten waren ständig im Gespräch mit den Regierenden und mit ihren Opponenten. Gott forderte von Mose und seinem Bruder Aaron, dass sie über den Pharao, obwohl der die Kinder Israels bedrängte und unterdrückte, „in milden Worten“ redeten (Koran 20:44). Der Koran ist m.E. ein Buch des Dialogs; er fordert und fördert Dialog, er ist voll von entsprechenden Beispielen. Auch die Zehn Gebote bilden eine Grundlage für den Dialog, für das Judentum, das Christentum und den Islam (vgl. Koran 17:22-29). Dass der Koran Juden und Christen als „Leute des Buches“, ahlu-l kitab(diejenigen, die an göttliche Offenbarung glauben) bezeichnet, spricht nicht nur von Anerkennung, sondern von besonderer Wertschätzung des Gemeinsamen.</p>
<p>Die Einladung des Korans an Juden und Christen zum „Gemeinsamen Wort“ (Koran 3:64) ist auch ein Appell zu gemeinsamem Handeln für die Wahrung der gemeinsamen Interessen und Werte. Der Prophet Muhammed bot persönlich einer christlichen Delegation aus der südarabischen Stadt Nadschran an, in seinem eigenen Haus, das zur  Moschee geworden war, einen christlichen Gottesdienst zu feiern. Mit Christen und Juden wurden in Medina gute Beziehungen und Freundschaften aufgebaut, sie erhielten Verfassungsrechte. Die „Urkunde bzw. Verfassung von Medina“, die der namhafte protestantische Theologe Julius Wellhausen (1844-1918) übersetzt und bearbeitet hat, ist ein Partizipationsdokument, das weiterhin, auf Grundlage seines historischen Kontextes, studiert werden sollte. In den 14 Jahrhunderten der islamischen Geschichte waren Angehörige anderer Religionen in der Regel unter den muslimischen Herrschern geschützt. Zahlreiche Kirchen und Synagogen in muslimischen Ländern wie Syrien, Ägypten, Tunesien belegen die Jahrhunderte alte Partizipation von Nicht-Muslimen in der jeweiligen Gesellschaft.</p>
<p>In der Türkei sind es heute 320 Kirchen, bei nur 0,3 % Bevölkerungsanteil von Christen.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<span class="et_pb_image_wrap has-box-shadow-overlay"><div class="box-shadow-overlay"></div><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="300" src="https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/06/igp-blog-St-Antonius-Kirche-Istanbul-.jpg" alt="IGP Blog: St. Antonius Kirche in Istanbul " title="IGP Blog: St. Antonius Kirche in Istanbul " srcset="https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/06/igp-blog-St-Antonius-Kirche-Istanbul-.jpg 400w, https://islam-penzberg.de/wp-content/uploads/2020/06/igp-blog-St-Antonius-Kirche-Istanbul--300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" class="wp-image-16176" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die St. Antonius Kirche in Istanbul ist die größte katholische Kirche der Stadt und damit auch der Türkei. Sie ist benannt nach dem Franziskaner Antonius von Padua<nobr> (gest. 15.10.1195 n.Chr.)</nobr></p></div>
			</div>
			</div><div class="et_pb_column et_pb_column_2_3 et_pb_column_34  et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough et-last-child">
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Besuch des saudiarabischen Königs Abdullah bin Abdulaziz, Träger des Titels „Hüter der Heiligen Stätten von Mekka und Medina“, 2008 im Vatikan, und seine Initiative zu einer jüdisch-christlich-islamischen Dialogkonferenz im selben Jahr in Madrid, sind ermutigende Signale für einen zukunftsorientierten Neuanfang. Die unter gemeinsamer Federführung der Türkei und Spaniens unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ins Leben gerufene „Allianz der Kulturen“ kann zu einem wichtigen Schutzschild gegen die Ängste werden, die der so genannte „Kampf der Kulturen“ (Samuel Huntington) heraufbeschwört.</p>
<p>Zu den konkreten Konsequenzen aus dem Dialog gehört, dass sowohl im Westen wie im Osten neue Gotteshäuser entstehen. In Europa werden in manchen Städten Moscheen und Islamische Zentren gebaut, in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens entstehen neue Kirchen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, im Emirat Sharjah, werden unter der Patronage und mit Unterstützung des Emirs Dr. Sultan bin Muhammad al-Qasimi acht Kirchen für die verschiedenen christlichen Konfessionen gebaut und zusätzliche finanzielle Mittel für deren Zwecke zur Verfügung gestellt.</p></div>
			</div>
			</div>
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Armenisch-Apostolische Kirche in Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Emir von Qatar, Hamad bin Khalifa II., hat für fünf christliche Kirchen ein Grundstück zur Verfügung gestellt und übernimmt die Baukosten. Eine neue, große Kirche ist im Zentrum der Hauptstadt von Kuweit unübersehbar. Bei seinem Besuch im Nahen Osten hat Benedikt XVI. im Mai 2009 den Grundstein für eine Christliche Universität in der jordanischen Stadt Madaba gelegt, in einer Stadt, wo eine neu gebaute Moschee den Namen „Jesus Christus, Sohn der Maria“ trägt. </p>
<p>Leider werden solche positiven Entwicklungen von den Medien im „Westen“ kaum aufgegriffen und sind daher, im Gegensatz zu gegenteiligen Vorkommnissen, weitgehend unbekannt. Dabei wird hier verdeutlicht: So wenig wie der Orient durch Kirchenbauten „christianisiert“ wird, wird Europa durch den Bau von Moscheen „islamisiert“. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Karekin II, Oberster Patriarch und Katholikos aller Armenier mit Dr.&nbsp;Sheikh Sultan bin Mohammad al Qasimi während seines Besuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Bemühungen um Dialog zwischen den Religionen haben in den letzten Jahren erfreulicherweise stark zugenommen. Auf institutioneller Ebene sind sie an sich jedoch nicht neu. Lange bevor die katholische Kirche sich im II. Vatikanischen Konzil 1962-65 für den Dialog mit anderen Religionen öffnete, war 1926 auf Initiative des World Muslim Congress das „International Islamic Forum for Dialogue“ im saudi-arabischen Jiddah gegründet worden. Es waren damit Muslime, die im 20. Jahrhundert den Dialog erstmals institutionalisierten. Nach der großartigen und historisch wichtigen Öffnung der Kirche durch das Konzil war es Papst Johannes Paul II., der mutige Zeichen für den christlich-islamischen Dialog setzte, die unvergessen bleiben werden. Die berühmt gewordene Vorlesung, die sein Nachfolger, Papst Benedikt XVI., in Regensburg hielt, und die von Muslimen als kränkend empfunden wurde, ließ zunächst einen Abbruch der Bemühungen befürchten. Bald aber belebte die Reise des Papstes nach Istanbul, sowie der Brief, den 138 muslimische Gelehrte aus aller Welt unter dem Titel „A Common Word“ an die Christenheit richteten, entfachte die Hoffnungen aufs Neue.  </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die erste katholische Kirche im Golfstaat Katar ist von Kardinal Ivan Dias in Doha eingeweiht. Den Baugrund für die Kirche in einem Außenbezirk der Hauptstadt hatte Emir Hamad bin Khalifa Al Thani gestiftet. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Inzwischen wurde als Ergebnis des Briefes und als Antwort des Papstes darauf das „Katholisch-Islamische Forum“ gegründet, das den christlich-islamischen Dialog auf höchster Ebene voranbringt. Auch Protestantische Kirchen sind, insbesondere in Bayern, für den Dialog offen und fördern die Zusammenarbeit mit Muslimen.</p>
<p>Wir dürfen zudem den Dialog nicht auf Muslime und Christen einschränken. Auch mit jüdischen Gemeinden muss ein konstruktives Miteinander gesucht werden. Von den tragischen Entwicklungen im Nahen Osten losgelöst, müssen die in Europa lebenden Muslime den Dialog mit Juden voranbringen. Juden und Muslime haben gemeinsame Grundlagen, wie die Tradition der Konvivenz in Andalusien und auf dem Balkan. Beide verpflichten uns zu neuen Bemühungen für die Zukunft. Die Bekräftigung der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Israelitischen Kultusgemeinde München Charlotte Knobloch, dass die Muslime ihr Recht auf eine repräsentative Moschee in München haben, ist ein wichtiges Signal für das friedliche Miteinander und die gleichberechtigte Teilhabe in der europäschen Gesellschaft. Das Projekt ZIE-M (Zentrum für Islam in Europa – München), das die einhellige Unterstützung aller demokratischer Parteien sowie auch der Religiongemeinschaften in München erfährt, ist eine authentisch europäsche Initiative, die europäsche und islamische Werte zusammenfügen und den Dialog der Religionen in Europa verstärken wird.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sarajewo: In der Stadt findet man Moschee, Kirchen und Synagogen nicht weit voneinander entfernt. Deswegen wird die Stadt gelegentlich Klein-Jerusalem oder auch Europäisches Jerusalem genannt. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Seit Jahrhunderten schon liegen Synagogen, Kirchen und Moscheen in Sarajewo auf engstem Raum neben einander. Das hat Bosnien nicht islamisiert – es hat das Land europäisiert!</p>
<p>Das beachtliche Engagement unzähliger ziviler Einrichtungen jenseits der großen kirchlichen Organisationen, wie etwa die Stiftung Weltethos, Gruppen und Initiativen wie die „Nymphenburger Gespräche“ in München, die Gesellschaft „Freunde Abrahams“ oder die „Eugen-Biser-Stiftung“ und zahlreiche weitere Institutionen, tragen dazu bei, dass Vorurteile und Klischees überwunden werden und Menschen zusammen kommen und sich kennen lernen. Wünschenswert wäre darüber hinaus auf nationaler Ebene ein „Interreligiöser Rat“, in dem die höchsten religiösen Repräsentanten regelmäßig miteinander gemeinsame Fragestellungen erörtern und zu aktuellen Entwicklungen gemeinsam Stellung beziehen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn es eine Entdeckung ist, dass der Dialog das 21.&nbsp;Jahrhundert maßgeblich bestimmen wird, dann ist der Dialog jetzt schon die größte Entdeckung des Jahrhunderts. Niemand, schon gar nicht Muslime, dürfen sich ihm verweigern. Denn derjenige flüchtet vor dem Dialog, der zu wenig Vertrauen in sich selbst hat. Der Dialog kennt keine Vorbedingungen. Er muss immer wieder aufgenommen werden, ob die Bemühungen fruchten oder nicht. Miteinander nicht zu kommunizieren und sich abzusondern, widerspricht der Natur des Menschen. „Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei denn auf die beste Art und Weise. Ausgenommen sind jene, die ungerecht sind. Und sprecht: Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde; und unser Gott und euer Gott ist Einer; und nur Ihm sind wir ergeben.“ (Koran&nbsp;29:46).</p>
<p>Im Dialog müssen wir nicht nur schöne, sondern die schönsten Worte und die besten Tätigkeiten finden. Über dem Schönsten steht die Ehrlichkeit. Dialog muss heißen, vor der Kamera das Gleiche zu sagen wie hinter der Kamera. Im Dialog erweisen sich Muslime als selbstbewusste und verantwortungsvolle Teilhaber an der Gesellschaft. Im Dialog gestalten wir die Welt, in der wir leben, mit.</p></div>
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			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/dialog-und-nichtmuslime-in-islamischen-laendern/">Dialog und Nichtmuslime in islamischen Ländern</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Loyalität gegenüber dem Land</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/loyalitaet-gegenueber-dem-land/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2014 08:04:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Muslime in Deutschland müssen mit Herz und Kopf für dieses Land einstehen, nicht nur aus bürgerlicher Verpflichtung heraus, sondern auch aus religiösem Selbstverständnis.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/loyalitaet-gegenueber-dem-land/">Loyalität gegenüber dem Land</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><a href="/imam-benjamin-idriz/">Imam Benjamin Idriz</a></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Publikationen</h1></div>
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					<h2 class="entry-title">Loyalität gegenüber dem Land</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Muslime in Deutschland müssen mit Herz und Kopf für dieses Land einstehen, nicht nur aus bürgerlicher Verpflichtung heraus, sondern auch aus religiösem Selbstverständnis. Dazu gehört, dass Muslime die Geschichte, Kultur und die Traditionen der jeweiligen Länder, die Sprache, die staatliche und gesellschaftliche Ordnung, die Nationalhymne sowie die typischen Eigenschaften kennen und vertreten. Dazu gehört weiter, dass sie es als unsere religiöse, menschliche und nationale Aufgabe betrachten, in gegenseitiger Achtung gemeinsam mit der Gesellschaft und den entsprechenden Institutionen des Landes gegen un- und anti-demokratische Entwicklungen, gegen mangelnde Bildung, unmoralische Werte, Arbeitslosigkeit, Intoleranz, Gewalt, Terror, Hass gegen Juden, Christen oder Muslime vorgehen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>In der Vergangenheit hat die islamische Rechtstradition die Welt in zwei Bereiche eingeteilt: Länder, in denen überwiegend Muslime lebten und über die politische Macht verfügten, als <nobr>dâr al-Islâm</nobr> („Haus des Islam“), im Gegensatz zu nicht-muslimischen Ländern als <nobr>dâr al-harb</nobr> („Haus des Krieges“). In unserer Zeit fordern mehr und mehr muslimische Intellektuelle, diese Terminologie aufzugeben. Einige haben vorgeschlagen, westliche Länder, in denen Muslime als Minderheiten leben, als <nobr>dâr as-sulh</nobr> oder <nobr>dâr al-‘ahd</nobr> („Haus der Versöhnung/des Vertrages“) zu definieren. Aber diese Begriffe sind weder theologisch begründet, noch sind sie auf die globale Weltgemeinschaft von heute anwendbar.</p>
<p>Anstatt in Kategorien von „Wir“ und „die Anderen“ zu denken, muss uns die sich immer rasanter entwickelnde und vernetzte Welt als von Gott zu Gunsten der gesamten Menschheit geschaffenes „gemeinsames Erbe“ (Koran&nbsp;3:180) gelten. „Gottes ist der Osten und der Westen. Egal wohin sie sich wenden, dort werden sie Gottes Richtung finden“ (Koran&nbsp;2:115), so und ähnlich wendet sich der Koran an elf Stellen gegen die Polarisierung der Welt in konkurrierende Blöcke. Überall wo Muslime leben, sind sie aufgefordert, gemeinsam mit allen Bürgern in gegenseitigem Vertrauen an der Entwicklung und an der Sicherheit des jeweiligen Landes zu arbeiten. Darum ist der Mensch, gemäß dem Islam, erschaffen worden, damit er die Erde gestaltet, bebaut, entwickelt, sie schützt und für Sicherheit sorgt. „Dieser Gott hat euch aus der Erde geschaffen und ließ euch dort leben“ (Koran&nbsp;11:61).</p>
<p>Diese Glaubensprinzipien sind heute mehr denn je unverzichtbar. Muslime in Deutschland müssen mit ihrer Hände Arbeit, aber ebenso mit Herz und Kopf für dieses Land einstehen, nicht nur aus bürgerlicher Verpflichtung heraus, sondern auch aus religiösem Selbstverständnis. Dazu gehört, dass Musliminnen und Muslime die Geschichte, Kultur und die Traditionen der jeweiligen Länder, die Sprache, die staatliche und gesellschaftliche Ordnung, die Nationalhymne sowie die typischen Eigenschaften kennen und vertreten. Dazu gehört weiter, dass sie es als unsere religiöse, menschliche und nationale Aufgabe betrachten, in gegenseitiger Achtung gemeinsam mit der Gesellschaft und den entsprechenden Institutionen des Landes gegen un- und anti-demokratische Entwicklungen, gegen mangelnde Bildung, unmoralische Werte, Arbeitslosigkeit, Intoleranz, Gewalt, Terror, Hass gegen Juden, Christen oder Muslime vorgehen.</p>
<p>Die Fünf Säulen des Islams bilden für alle Muslime die gemeinsame Glaubensgrundlage und haben als ‚Norm’ und ‚Dogma’ einen Statuscharakter. Das Land, das den Muslimen die Freiheit zur Ausübung dieser Grundsätze gewährt, wird von den Muslimen nicht als fremd empfunden, und sie akzeptieren dieses Land auch als Heimatland. Wie der bekannte ägyptische Dichterprinz Ahmad&nbsp;Shawqi mit kurdischer Mutter und türkischem Vater gesagt hat: „Wenn in einem Land der Name Gottes genannt wird, dann akzeptiere ich dieses Land als mein wahres Heimatland“.</p>
<p>Im Grundgesetz von 1949 wird die Glaubensfreiheit garantiert. Nach den demokratischen Gesetzen können Muslime die Substanz ihres Glaubens, die Schahadah (Bekenntnis zu Gott und zum Prophetentum Muhammeds), ungehindert bekennen, ihre Gebetszeiten einhalten, fasten, die vorgeschriebene Armensteuer abgeben und die Wallfahrt nach Mekka antreten. „Die Heimat zu lieben, bedeutet religiösen Glauben“, sagt eine unter Muslimen verbreitete Redensart. „Heimat“, watan, ist nach islamischer Auffassung das Land, in dem man geboren wurde. Damit dieses Land den hier geborenen und aufgewachsenen Muslimen Heimat sein oder werden kann, stehen alle Beteiligten vor großen Aufgaben.</p>
<p>„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Es ist keineswegs nur dieser erste Absatz unseres Deutschen Grundgesetzes, zu dem wir Muslime uns bekennen müssen. Satz für Satz und Wort für Wort ist das Grundgesetz die gemeinsame Grundlage für unser Selbstverständnis, für unsere Gegenwart und Zukunft, mit allen, die sich ebenso dazu bekennen. Gott selbst hat sein würdigstes Geschöpf, den Menschen, mit Verstand ausgekleidet und ihm die Aufgabe übertragen, selbst in eigener Verantwortung, in Seinem Sinne, Gesetze zu erlassen. Das Deutsche Grundgesetz gehört zu den großartigsten modernen Fundamenten, die ein Volk sich „im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ geschaffen hat.</p>
<p>Der Islam erlaubt uns nicht nur, uns treu und loyal zum Gesetz des Landes, in dem wir leben, zu verhalten, er fordert uns klar und deutlich dazu auf! Der Islam fordert eine auf Recht und Gerechtigkeit aufgebaute Gesellschaft. Was auch immer die Zeiten und Kulturen in ihrer Gott-gewollten Verschiedenheit hervor­bringen: wo das politische System die Würde und Gleichheit des Menschen garantiert, die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, den Schutz von Eigentum und Nachkommenschaft – dort ist auch der Islam zuhause.</p></div>
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			</div>
				
				
				
				
			</div><div class="et_pb_row et_pb_row_41 box-710">
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			</div>
				
				
			</div></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/loyalitaet-gegenueber-dem-land/">Loyalität gegenüber dem Land</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2014 13:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Frau</h1></div>
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					<h2 class="entry-title">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eines der umstrittensten Themen – heute und insbesondere in der Gesellschaft, in der wir leben – ist die Stellung der Frau in den muslimischen Gesellschaften. Durch unvoreingenommene Diskussionen verbessert sich die Lage der Frauen von Tag zu Tag. Analog zu einer gleichberechtigteren Stellung der Frau wird auch die Integration Fortschritte machen. Je mehr Mitspracherechte Frauen in der Gesellschaft erhalten und je offener Männer mit ihnen über gesellschaftliche Themen diskutieren, desto schneller gelangt man zur Wahrheit, desto mehr Vorurteile und Missverständnisse können beseitigt werden und desto eher erreicht man Gerechtigkeit und Gleichberechtigung machen. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Ziel des Korans</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn sich der Koran einer patriarchalischen Sprache bedient hat, um eine durchs Patriarchat geprägte Gesellschaft anzusprechen, so bedeutet dies nicht, dass sein Anliegen eine ebenfalls patriarchalische Botschaft war. Denn die Redeweise und Sprache des Korans sind historisch, aber seine Botschaft ist universell. Heute sollten wir der Art und Weise, wie der Koran die Menschen anspricht, auch einen universellen Charakter geben. </p>
<p>Wenn wir die Zeit und die gesellschaftliche Struktur berücksichtigen, in der der Koran offenbart wurde, stellen wir fest, dass er sich damals mit seinem Stil und mit seinen neuen Ideen zur kulturellen Struktur der damaligen Gesellschaft quer­gestellt hat. Das Ziel des Korans war also, die herrschenden Bedingungen zu überwinden und eine Wende einzuleiten. Der Koran machte – wie bei vielen anderen Themen – auch bei einer Veränderung hinsichtlich der Stellung der Frau einen Anfang, und er überließ die Fortsetzung dieser vielschichtigen, positiven Entwicklung der Vernunft und dem Gewissen des Menschen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Gleichberechtigung</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau als Argument anzuführen, dass zwischen ihnen auch keine Gleichheit vorgesehen sei, widerspricht dem Koranvers » (..) der dich gleichberechtigt und gerecht geschaffen und ebenmäßig geformt (fa-sawaka fa-`adalaka)« (Koran: 82/7). Nach diesem Vers geht im Schöpfungsprozess des Menschen die Gleichheit (sawa) der Gerechtigkeit (adl) eindeutig voraus. Das heißt: das Ziel der Gerechtigkeit ist es, Gleichheit herzustellen; wenn die Gleichheit erreicht ist, hat sich die Gerechtigkeit verwirklicht. Gott sagt über die Schöpfung von Frau und Mann aus der gleichen Substanz unmissverständlich Folgendes: »Meint denn der Mensch, er würde sich selbst überlassen sein? War er nicht ein Tropfen Sperma, das ausgestoßen wird, hierauf ein Embryo? Dann schuf und formte er dieses in gleichem Maß. Dann machte er daraus die beiden Geschlechter, das männliche und das weibliche.« (Koran 75/36–39)</p>
<p>Ungleichheit in der Gesellschaft ist nicht durch die Religion, sondern durch die »Männer« bzw. männliche Gelehrte entstanden. Gott hat Propheten auf die Erde gesandt, um diese Ungleichheit zu beheben und die Gleichheit in der Entstehung des Menschengeschlechts wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang spielt Muhammads Wort eine entscheidende Rolle: »Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie«. Wenn sich die Offenbarung in unserer Zeit wiederholen würde, müsste der heutige Prophet für die Unterdrückten und Entrechteten eintreten. Da aber keine Offenbarung und kein neuer Prophet mehr kommen werden, müssen sich dieser Aufgabe jetzt alle Menschen stellen.
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Frauenrechte</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit Bezug auf den Koranvers »Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde« (Koran: 9/71) revolutionierte Muhammad die Rechte der Frauen. Mit seinen Prinzipien »Die Frauen sind die Geschwister der Männer« und »Frau und Mann sind wie die zwei Hälften eines Apfels« betonte er die Gleichheit der Geschlechter und untermauerte damit die islamische Einstellung zu dieser Gleichheit unmissverständlich. Alle überlieferten Sprüche und Taten, die diesem Prinzip widersprechen, sind später, im Zeitalter des Niedergangs der Muslime entstanden; doch sie sind leider von anhaltender Wirkung bis in unsere Tage.<br />
Wenn die deutsche Verfassung sagt: »Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.« (GG Artikel 3, Absatz 2), so steht dies in völligem Einklang mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung im Koran (sawa), der in den oben erwähnten Versen zur Sprache kommt.
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Führungsposition</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Frauen sollten an allen gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen, die für die seelische und körperliche Entwicklung förderlich sind. Die Integration kann nur gelingen, wenn der Weg für die muslimische Frau geebnet ist, in der muslimischen Gemeinschaft eine aktive Rolle zu übernehmen.
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ehepartnerwahl</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nach dem Islam ist es das natürlichste Recht jeder männlichen oder weiblichen Person, ihren Ehepartner aus freiem Willen selbst zu wählen. Ein Zwang seitens der Eltern widerspricht dem islamischen Recht und den Menschenrechten. So hat das Mädchen die absolute Freiheit, ihr Leben mit dem eines Mannes zu verbinden oder nicht zu verbinden. Sie darf wegen ihrer Entscheidung keineswegs bestraft werden.<br />
Die islamische Ehe ist rechtmäßig, wenn die Trauung öffentlich vollzogen wird. Grundvoraussetzung für die Rechtmäßigkeit einer Trauung aber ist das gegenseitige Einverständnis und die Liebe der Partner zueinander. Wenn islamwidrige Tradition (Zwangsheirat) heute in gewissen patriarchalischen Gesellschaften verbreitet ist, so trifft den Islam dabei keine Schuld. Hätten die Muslime gewusst, dass Zwangsehen nach dem islamischen Recht ungültig sind, hätten sie sich auf Muhammed berufen können, der gesagt hat: »Der beste unter euch ist derjenige, der gut zu seiner Frau ist«. So hätte niemand einen Imageverlust erlitten und viele »Zwangsehen« oder »Ehrenmorde«, die ja heute nicht zu leugnende Tatsachen sind, hätten verhindert werden können. Offensichtlich sind einige nicht nur weit hinter unserer Zeit zurückgeblieben, sondern auch hinter dem Koran!
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Respekt und Liebe</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen. Sie waren nicht scheu, Liebe und Respekt zu zeigen, die sie als etwas Angenehmes, Schönes und Heiliges erlebten. Muhammed, der seine Empfindsamkeit nicht verbarg, sagte es in aller Öffentlichkeit: »Ich liebe die Frauen, ich trage gern Düfte auf, und das tägliche Beten ist mein Augapfel«.<br />
Diese offene Art Muhammeds, seine Liebe zu seinen Frauen zu zeigen, wurde in den Epochen des Rückschritts und der Verbreitung des Konservativismus zunehmend als eine Schande empfunden. Doch es ist keine Schande, zu lieben und die Liebe offen zu zeigen. Was eher beschämend ist, ist der Machismus und der Streit in der Familie.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sexualerziehung</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Obwohl Bildung keine Scham kennt, ist die Sexualerziehung für den überwiegenden Teil der konservativen Muslime immer noch ein Tabu. Und das Thema der Sexualität ist in vielen islamischen Ländern weit davon entfernt, zu Hause, in der Schule oder gar in der öffentlichen Debatte behandelt zu werden. Dies ist ein Bildungsmangel, der bei Jungen wie Mädchen zu Störungen der Persönlichkeit führt. Dazu gehört auch die Reduzierung der Frau als »erotisches« Objekt, wodurch in extrem konservativen Gesellschaften soziale Explosionen ausgelöst werden. Der Mangel an Erziehung bezüglich der Beziehungen von Mann und Frau verursacht extreme Hemmungen in der Wahrnehmung und Behandlung des anderen Geschlechts.<br />
Die sexuellen Tabus in konservativen muslimischen Familien müssen aber endlich gebrochen werden. Dazu muss der Sexualkundeunterricht in der Schule wahrgenommen und dazu muss die Sichtweise des Islam auf sexuelle Themen ohne Scheu dargelegt werden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Kopftuch</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol. Wenn es sich dabei um ein religiöses Symbol handelte, müsste auch für die Männer ein religiöses Symbol vorgesehen sein. Da das Kopftuch kein religiöses Symbol sein kann, kann es auch kein politisches Symbol sein. Es steht der Frau frei, ein Kopftuch zu tragen oder nicht zu tragen. Der Frau per Gesetz Vorschriften in Bezug auf das Kopftuch zu machen, ist weder von religiöser Seite noch von rechtlicher akzeptabel. Bei beiden besteht ein Recht auf freie Wahl der Kleidung. Das Kopftuch, das die Frau nur aufgrund ihrer religiösen Überzeugung trägt, falls sie es überhaupt trägt, darf ihre aktive Teilnahme am sozialen Leben nicht verhindern. Das Kopftuch darf nicht zur Isolierung der Frau von der Gesellschaft führen. Es darf sie nicht daran hindern zu studieren, zu arbeiten, zu forschen, Spaß zu haben und zu spielen. Das Kopftuchtragen verstößt gegen das islamische Recht, wenn es unter Zwang, als Erfüllung des Brauchs oder aus einem anderen nicht überzeugenden religiösen Grund getragen wird.<br />
Das Kopftuch hat im Islam nicht den Status eines Dogmas im Gegensatz zur Bildung, Sauberkeit, zum Gebet, Fasten, Pilgern, Almosengeben und zur Arbeit fürs Gemeinwohl. So wie das Kopftuch nicht den Status und nicht den Wert von täglichem Gebet, Bildung und guten Taten angibt, so zeigt auch das Nichttragen des Kopftuchs keine Sündhaftigkeit an.</p>
<p>Was zählt, ist nicht, was die Frau auf dem Kopf hat, sondern was sie im Kopf hat. Auf der einen Seite gibt es Nicht-Muslime, die kein Kopftuch dulden, und auf der anderen Seite Muslime, die kein offenes Haar dulden. Beide Seiten verletzen das Recht auf Freiheit. Das Kopftuch ist weder das Maß der Frömmigkeit noch ein Gegenbeweis für die Integration. Das heißt, eine Frau mit Kopftuch muss nicht zwangsläufig religiöser sein als eine ohne Kopftuch, und eine Frau ist nicht unbedingt besser integriert, wenn sie kein Kopftuch trägt. Es gibt viele Frauen mit Kopftuch, die sich in die Gesellschaft weit besser integriert haben als manche ohne Kopftuch. Umgekehrt gelingt es vielen modern aussehenden und in die Gesellschaft integrierten Frauen, frommer zu sein als Frauen mit Kopftuch. Daher müssten muslimische Frauen unbehelligt von allen – beginnend von ihren Eltern bis hin zum Staat – frei über ihr Kopftuch entscheiden können, und alle sollten ihr bei ihrer gesellschaftlichen Entfaltung helfen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Patriarchalische Tableau</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Während ich die Schlussworte zu diesem Kapitel schrieb, zeigten die Medien die Bilder eines Gipfeltreffens von 20 Ländern in Toronto. Auf dem Gruppenfoto der 20 Teilnehmer war nur eine Frau zu sehen: Angela Merkel. Dieses Foto war ein Beweis dafür, dass im 21. Jahrhundert nicht nur in der islamischen, sondern auch in der übrigen Welt eigentlich immer noch patriarchalische Verhältnisse herrschen.<br />
An diesem Tag war ich besonders erfreut dar­über, in einem Land zu leben, dessen Kanzlerin dieses patriarchalische Tableau stört. Doch das männerbetonte Gruppenbild zeigt, dass sowohl die Muslime als auch die Nicht-Muslime noch einen weiten Weg zur Gleichberechtigung zu gehen haben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird. Es ist nicht einfach, über dieses Thema zu schreiben und zu diskutieren: es gehört Mut und Aufgeschlossenheit dazu. Wollen Sie mit dem Autor eine gedankliche Reise unternehmen, um dieses »sensible« Thema sowohl aus der Perspektive des Korans als auch unserer Gegenwart zu betrachten? Dazu lesen sie das Buch „Grüß Gott, Herr Imam!“ von Imam Benjamin Idriz, Diedrichs-Verlag München 2010, <nobr>ISBN-13: 978-3424350425</nobr></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/die-frauen-haben-den-gleichen-wert-wie-die-maenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2014 09:26:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe und Respekt zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/die-frauen-haben-den-gleichen-wert-wie-die-maenner/">Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="et_pb_section et_pb_section_35 header-igp et_pb_with_background et_section_regular" >
				
				
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hier & Heute | IGP Blog</p></div>
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					<h2 class="entry-title">Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Anlass dieses Artikels ist der Weltfrauentag.<br />
»Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie.« Gottes Prophet Muhammed (s).<br />
Die europäische Muslime müssen beim Kampf gegen die frauenfeindlichen Diskurse eine Vorreiterrolle übernehmen.
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe und Respekt zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen. Sie waren nicht scheu, Liebe und Respekt zu zeigen, die sie als etwas Angenehmes, Schönes und Heiliges erlebten. Muhammed, der seine Empfindsamkeit nicht verbarg, sagte es in aller Öffentlichkeit: »Ich liebe die Frauen, ich trage gern Düfte auf, und das tägliche Beten ist mein Augapfel«. Es steht leider in den etwas verstaubteren Seiten der Überlieferung der Sunna geschrieben, dass Muhammed zusammen mit seinen Frauen zu den Veranstaltungen in der Stadt ging, an den kulturellen Ereignissen teilnahm, mit ­ihnen zusammen Sport machte, ihnen bei der Hausarbeit half, mit ihnen scherzte und spielte. Die islamische Kultur kennt ihn so daher kaum.</p>
<p>Diese offene Art Muhammeds, seine Liebe zu seinen Frauen zu zeigen, wurde in den Epochen des Rückschritts und der Verbreitung des Konservativismus zunehmend als eine Schande empfunden. Das neue, geschmacklose und grobe Verständnis von Religiosität führte zu vielen Abarten des Glaubens. Was heilig war, wurde zu etwas Beschämendem, der Machismus galt nunmehr als Tugend, und die Liebe verlor ihre Romantik und wurde zum Krampf. Doch es ist keine Schande, zu lieben und die Liebe offen zu zeigen. Was eher beschämend ist, ist der Machismus und der Streit in der Familie. Doch nicht wenige »fromme« Muslime halten es für verwerflich, sich der Liebe zur eigenen Frau zu bekennen.</p>
<p><strong>Die Diskussion um die Rechte der Frauen haben nicht nur im Westen, sondern in den letzten Jahren auch im Osten – stark zugenommen. Diese Thematik greift bereits der Koran schon im 7. Jahrhundert auf. Die 58. Sure des Korans hat den Titel »mudschadala« (Diskussion), oder »mudschadila« (Diskutantin). Der Offenbarungsanlass dieser Sure war eine Diskussion, die eine Frau zu Lebzeiten Muhammeds entfachte. Indem sie eine Angelegenheit, die unter Frauen zu klären war, publik machte, konnte sie diese zu ihren Gunsten entscheiden. Das heißt: Je mehr Mitspracherechte Frauen in der Gesellschaft erhalten und je offener Männer mit ihnen über gesellschaftliche Themen diskutieren, desto schneller können Vorurteile und Missverständnisse beseitigt werden und desto eher erreicht man Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.</strong></p>
<p>Eines der umstrittensten Themen – heute und insbesondere in der Gesellschaft, in der wir leben – ist die Stellung der Frau in den muslimischen Gesellschaften. Und das ist gut so, denn wir sind davon überzeugt, dass analog zu einer gleichberechtigteren Stellung der Frau auch die Integration Fortschritte machen wird.</p>
<p>Leider ist in der Literatur, im Diskurs, im Denken und im Tun der Muslime nicht wenig »Frauenfeindlichkeit« zu finden, und es wird eine langwierige und mutige Arbeit nötig sein, um sie davon zu reinigen. Dieser Versuch wird in den letzten Jahren aufs Intensivste unternommen, die einige grundlegende Fehler beseitigen wollen. Wenn wir uns z.B. Länder wie Marokko oder die Türkei vor Augen führen.</p>
<p>Und wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird.</p>
<p>Nach dem Koran steht weder Adam noch Eva am Anfang der Schöpfung der Menschheit, sondern die gemeinsame Substanz, aus der beide hervorgegangen sind. Es ist diese Substanz, aus dem Gott, wie es im Koranvers deutlich heißt, »viele Männer und Frauen entstehen und sich vermehren ließ« (Koran: 4/1). Demnach steht im Koran kein »patriarchalisches« Prinzip am Anfang der Schöpfung der Menschen. Davon ausgehend können wir sagen, dass die Wurzel der Geschlechter in ihrer Gleichheit liegt, vergleichbar mit einem Zwillingspaar, einem Mädchen und einem Jungen, die aus dem Schoß einer Mutter hervorgeht. Dazu setzt das Heilige Buch weit vorne an und betont in seiner Schöpfungsgeschichte eindeutig, dass die Frau und der Mann aus einem einzigen Atemzug erschaffen sind: »Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus euren Seelen Partner schuf, damit ihr bei ihnen Ruhe findet, und Er Liebe und Zuneigung zwischen euch schuf. Für Menschen, die nachdenken, liegen darin Zeichen.« (Koran: 30/20–22).</p>
<p>Der Koran will gerade verhindern, dass sich die Trennungen zwischen den Menschen aufgrund der Sprache, Religion, Rasse, Hautfarbe und des Geschlechts noch weiter verschärfen, und er will den Menschen ihre Gleichheit zum Zeitpunkt der Schöpfung vor Augen führen.</p>
<p>Die Unausgewogenheit und Ungleichheit in der Gesellschaft sind nicht durch die Religion, sondern durch die »Männer« entstanden. Gott hat Propheten auf die Erde gesandt, um diese Ungleichheit zu beheben und die Gleichheit in der Entstehung des Menschengeschlechts wiederherzustellen. Diese Propheten haben versucht, die Menschen wieder auf die Linie der Gleichheit einzuschwören. In diesem Zusammenhang spielt Muhammeds Wort eine entscheidende Rolle: »Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie.« Zu Lebzeiten des Propheten nahmen die Frauen an den täglichen Stundengebeten teil, ebenso am Freitags- und Festtagsgebet, sie benutzten denselben Eingang zur Moschee wie die Männer und sie waren aktiv an allen Veranstaltungen der Moschee beteiligt. Die Integration der Muslime in Deutschland kann nur gelingen, wenn der Weg für die muslimische Frau geebnet ist, in der muslimischen Gemeinschaft eine aktive Rolle zu übernehmen. Es ist eine mit dem Islam unvereinbare, doch oft dem Islam zugeschriebene Vorstellung, dass Frauen nicht führen könnten. Um dies zu widerlegen, sollten sich Frauen aktiv daran begeben, Führungspositionen in der Gesellschaft zu übernehmen.</p>
<p><strong>Da sich diese vom Koran geforderte Gleichheit in der Lebens­praxis der Muslime nicht niederschlagen konnte, entstand ein frauenfeindlicher »Glaubensdiskurs«, der nicht nur das soziale, sondern auch religiöse Leben der Muslime negativ beeinflusst hat. Typische Beispiele dafür sind der Ausschluss der Frauen vom Freitags- und Festgebet, ihre Benachteiligung bei der Erbverteilung oder die Rechtspraxis, nach der die Zeugenaussage eines Mannes doppelt so viel zählt wie die einer Frau.</strong></p>
<p>Diese Behandlung der Frau stützt sich auf haltlose, angeblich religiöse Schriften, die in Widerspruch mit dem Geist der Logik und des Islam stehen und nur dazu dienen, die Frau zu erniedrigen, zu unterdrücken und von der Gesellschaft zu isolieren. Es ist unmöglich, diese fehlgeleitete Sichtweise, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradiert, mit dem Islam zu vereinbaren. Mit Bezug auf den Koranvers »Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde« (Koran: 9/71) revolutionierte Muhammed die Rechte der Frauen. Mit seinen Prinzipien »Die Frauen sind die Geschwister der Männer« und »Frau und Mann sind wie die zwei Hälften eines Apfels« betonte er die Gleichheit der Geschlechter und untermauerte damit die islamische Einstellung zu dieser Gleichheit unmissverständlich. Mann und Frau sind vor Gott absolut gleichwertig. Frauen sind in ihrem Handeln und Wirken ebenso mündig wie Männer. Frauen haben das Recht am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben, das Recht zu lernen und zu lehren, das Recht auf finanzielle und soziale Unabhängigkeit, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, das Recht auf Selbstbestimmung. Alle überlieferten Sprüche und Taten, die diesem Prinzip widersprechen, sind später, im Zeitalter des Niedergangs der Muslime entstanden; doch sie sind leider von anhaltender Wirkung bis in unsere Tage.</p>
<p><strong>Wir gelangen zu dem Ergebnis, dass das große Hindernis beim richtigen Verstehen und Erleben des Islam in den Traditionen und Lebensweisen begründet ist, die die Muslime aus ihren Herkunftsländern mitgebracht haben, und dies gilt ganz besonders für die Behandlung der Frau. Die europäischen Muslime übernehmen – wie in vielen anderen Streitthemen – auch beim Kampf gegen die frauenfeindlichen Diskurse und Bräuche eine Vorreiterrolle. So wie es zur Zeit des Propheten Muhammed der Fall war, müssen solche Themen nach dem Vorbild der Sure „die Debatte“ heute und morgen objektiv und öffentlich in den Gemeinden diskutiert werden.</strong><br /> .</p></div>
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		<title>Ich bitte Dich Gott! – Ein Gebet von Imam Idriz</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/ich-bitte-dich-gott-ein-gebet-von-imam-idriz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 May 2014 12:47:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lehre uns, Dich und das von Dir erschaffene höchste Geschöpf, den Menschen, ein Leben lang zu ehren und zu lieben.</p>
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					<h2 class="entry-title">Ich bitte Dich Gott! – Ein Gebet von Imam Idriz</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Lehre uns, Dich und das von Dir erschaffene höchste Geschöpf, den Menschen, ein Leben lang zu ehren und zu lieben.</p>
<p>Barmherziger Gott,<br />
wie wir den Glauben an Dich teilen,<br />
wie wir dieselbe Luft zum Atmen teilen,<br />
so gib, dass wir auch die Kraft und den Mut aufbringen, den gemeinsamen Glauben Abrahams, die Liebe zu Maria, den Glauben an Jesus, die Gebote Moses und die Gerechtigkeit Muhammads zu teilen!</p>
<p>Und schenke uns die Hingabe Abrahams, wenn wir uns verlassen fühlen, den Mut und die Gerechtigkeit Moses, wenn wir Angst verspüren, die Liebe Jesu, wenn uns mit Hass begegnet wird und den Frieden Muhammads, wenn wir zerstritten sind!</p>
<p>O Herr,<br />
mache, dass Friede an Stelle der Kriege tritt und Sicherheit und Freiheit im Leben aller Menschen einen Platz bekommen! Bestärke uns im Glauben, dass Liebe, Wahrheit und Gewaltlosigkeit letztlich größere Macht haben als Hass, Rache und Gewalt, und festige uns in der Hoffnung, dass unsere Arbeit und unser Ringen um Frieden nicht vergeblich sind!</p>
<p>Hilf, dass in uns die aufrichtige Liebe zu Dir der Liebe zu unserem Nachbarn gleichkommt, und öffne uns damit die Tür für eine friedvolle und gesicherte Zukunft unserer Welt!</p>
<p>Gott, außer dem es keinen anderen gibt,<br />
hilf den Muslimen zu verstehen, dass sie mit ihrer Integration in die hiesige Gesellschaft Deinen Rat des guten Handelns befolgen! Führe Sie von dem falschen Verständnis weg, dass Integrationsforderungen mit Assimilation gleichzusetzen wären!</p>
<p>Gib der deutschen Gesellschaft und uns allen die Einsicht, dass Muslime weder Last noch Gefahr sind, sondern Vielfalt in Deiner Einheit und eine Bereicherung für dieses Land! Lass uns nicht länger Fremde in der Fremde sein!</p>
<p>Stärke in uns allen die Verbundenheit zu diesem Land, den Respekt zu einander, lass uns zum gegenseitigen Nutzen voneinander lernen, und lass uns das Nebeneinanderher überwinden!</p>
<p>Begleite uns in unseren Begegnungen und Gesprächen und mach uns frei von Misstrauen und Vorurteilen! Lass uns dies zu teil werden!<br />
Gib uns die Kraft, für ein friedliches Miteinander einzutreten, und zeige uns den Weg zum Verstand und zu den Herzen der Menschen! Verschließe die Tür der Voreingenommenheit und der Vorurteile, die uns unterwegs zum Dialog und zum Miteinander im Wege stehen! Befähige uns, Böses mit Gutem zu erwidern, so wie es die Schüler Deines Propheten Jesus einst lehrten: „Sehet zu, dass keiner dem anderen Böses mit Bösem vergilt, sondern bemüht euch immer, einander und allen Gutes zu tun!“ (1. Thessalonicher 5:15)</p>
<p>Barmherziger Gott,<br />
auch wenn wir Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Hass erfahren sollten, führe uns auf dem Weg der Vernunft, der Weisheit und der Versöhnung! Gib denjenigen keine Chance, die die Saat ihres Hasses verbreiten wollen!</p>
<p>So mache Europa zu einer Stätte der Sicherheit und der Ruhe, lass nie wieder Menschen die Erfahrung des Holocaust, des Genozids von Srebrenica oder von Terroranschlägen erleiden! Bewahre uns vor Armut, Krankheit und Umweltkatastrophen!</p>
<p>Lass uns auch hier weiterhin in Frieden leben, beschütze unser Land vor Rassismus, Gewalt und Terror! Wie dein großer Prophet Abraham betete: „Herr, mache diesen Ort zu einer Stätte der Sicherheit und des Friedens!“ (Koran 14:35)</p></div>
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