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	<title>Frau - IGP</title>
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		<title>Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2014 13:40:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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					<h2 class="entry-title">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Eines der umstrittensten Themen – heute und insbesondere in der Gesellschaft, in der wir leben – ist die Stellung der Frau in den muslimischen Gesellschaften. Durch unvoreingenommene Diskussionen verbessert sich die Lage der Frauen von Tag zu Tag. Analog zu einer gleichberechtigteren Stellung der Frau wird auch die Integration Fortschritte machen. Je mehr Mitspracherechte Frauen in der Gesellschaft erhalten und je offener Männer mit ihnen über gesellschaftliche Themen diskutieren, desto schneller gelangt man zur Wahrheit, desto mehr Vorurteile und Missverständnisse können beseitigt werden und desto eher erreicht man Gerechtigkeit und Gleichberechtigung machen. </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Ziel des Korans</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn sich der Koran einer patriarchalischen Sprache bedient hat, um eine durchs Patriarchat geprägte Gesellschaft anzusprechen, so bedeutet dies nicht, dass sein Anliegen eine ebenfalls patriarchalische Botschaft war. Denn die Redeweise und Sprache des Korans sind historisch, aber seine Botschaft ist universell. Heute sollten wir der Art und Weise, wie der Koran die Menschen anspricht, auch einen universellen Charakter geben. </p>
<p>Wenn wir die Zeit und die gesellschaftliche Struktur berücksichtigen, in der der Koran offenbart wurde, stellen wir fest, dass er sich damals mit seinem Stil und mit seinen neuen Ideen zur kulturellen Struktur der damaligen Gesellschaft quer­gestellt hat. Das Ziel des Korans war also, die herrschenden Bedingungen zu überwinden und eine Wende einzuleiten. Der Koran machte – wie bei vielen anderen Themen – auch bei einer Veränderung hinsichtlich der Stellung der Frau einen Anfang, und er überließ die Fortsetzung dieser vielschichtigen, positiven Entwicklung der Vernunft und dem Gewissen des Menschen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Gleichberechtigung</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau als Argument anzuführen, dass zwischen ihnen auch keine Gleichheit vorgesehen sei, widerspricht dem Koranvers » (..) der dich gleichberechtigt und gerecht geschaffen und ebenmäßig geformt (fa-sawaka fa-`adalaka)« (Koran: 82/7). Nach diesem Vers geht im Schöpfungsprozess des Menschen die Gleichheit (sawa) der Gerechtigkeit (adl) eindeutig voraus. Das heißt: das Ziel der Gerechtigkeit ist es, Gleichheit herzustellen; wenn die Gleichheit erreicht ist, hat sich die Gerechtigkeit verwirklicht. Gott sagt über die Schöpfung von Frau und Mann aus der gleichen Substanz unmissverständlich Folgendes: »Meint denn der Mensch, er würde sich selbst überlassen sein? War er nicht ein Tropfen Sperma, das ausgestoßen wird, hierauf ein Embryo? Dann schuf und formte er dieses in gleichem Maß. Dann machte er daraus die beiden Geschlechter, das männliche und das weibliche.« (Koran 75/36–39)</p>
<p>Ungleichheit in der Gesellschaft ist nicht durch die Religion, sondern durch die »Männer« bzw. männliche Gelehrte entstanden. Gott hat Propheten auf die Erde gesandt, um diese Ungleichheit zu beheben und die Gleichheit in der Entstehung des Menschengeschlechts wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang spielt Muhammads Wort eine entscheidende Rolle: »Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie«. Wenn sich die Offenbarung in unserer Zeit wiederholen würde, müsste der heutige Prophet für die Unterdrückten und Entrechteten eintreten. Da aber keine Offenbarung und kein neuer Prophet mehr kommen werden, müssen sich dieser Aufgabe jetzt alle Menschen stellen.
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Frauenrechte</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Mit Bezug auf den Koranvers »Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde« (Koran: 9/71) revolutionierte Muhammad die Rechte der Frauen. Mit seinen Prinzipien »Die Frauen sind die Geschwister der Männer« und »Frau und Mann sind wie die zwei Hälften eines Apfels« betonte er die Gleichheit der Geschlechter und untermauerte damit die islamische Einstellung zu dieser Gleichheit unmissverständlich. Alle überlieferten Sprüche und Taten, die diesem Prinzip widersprechen, sind später, im Zeitalter des Niedergangs der Muslime entstanden; doch sie sind leider von anhaltender Wirkung bis in unsere Tage.<br />
Wenn die deutsche Verfassung sagt: »Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.« (GG Artikel 3, Absatz 2), so steht dies in völligem Einklang mit dem Grundsatz der Gleichberechtigung im Koran (sawa), der in den oben erwähnten Versen zur Sprache kommt.
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Führungsposition</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Frauen sollten an allen gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen, die für die seelische und körperliche Entwicklung förderlich sind. Die Integration kann nur gelingen, wenn der Weg für die muslimische Frau geebnet ist, in der muslimischen Gemeinschaft eine aktive Rolle zu übernehmen.
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ehepartnerwahl</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Nach dem Islam ist es das natürlichste Recht jeder männlichen oder weiblichen Person, ihren Ehepartner aus freiem Willen selbst zu wählen. Ein Zwang seitens der Eltern widerspricht dem islamischen Recht und den Menschenrechten. So hat das Mädchen die absolute Freiheit, ihr Leben mit dem eines Mannes zu verbinden oder nicht zu verbinden. Sie darf wegen ihrer Entscheidung keineswegs bestraft werden.<br />
Die islamische Ehe ist rechtmäßig, wenn die Trauung öffentlich vollzogen wird. Grundvoraussetzung für die Rechtmäßigkeit einer Trauung aber ist das gegenseitige Einverständnis und die Liebe der Partner zueinander. Wenn islamwidrige Tradition (Zwangsheirat) heute in gewissen patriarchalischen Gesellschaften verbreitet ist, so trifft den Islam dabei keine Schuld. Hätten die Muslime gewusst, dass Zwangsehen nach dem islamischen Recht ungültig sind, hätten sie sich auf Muhammed berufen können, der gesagt hat: »Der beste unter euch ist derjenige, der gut zu seiner Frau ist«. So hätte niemand einen Imageverlust erlitten und viele »Zwangsehen« oder »Ehrenmorde«, die ja heute nicht zu leugnende Tatsachen sind, hätten verhindert werden können. Offensichtlich sind einige nicht nur weit hinter unserer Zeit zurückgeblieben, sondern auch hinter dem Koran!
</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Respekt und Liebe</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen. Sie waren nicht scheu, Liebe und Respekt zu zeigen, die sie als etwas Angenehmes, Schönes und Heiliges erlebten. Muhammed, der seine Empfindsamkeit nicht verbarg, sagte es in aller Öffentlichkeit: »Ich liebe die Frauen, ich trage gern Düfte auf, und das tägliche Beten ist mein Augapfel«.<br />
Diese offene Art Muhammeds, seine Liebe zu seinen Frauen zu zeigen, wurde in den Epochen des Rückschritts und der Verbreitung des Konservativismus zunehmend als eine Schande empfunden. Doch es ist keine Schande, zu lieben und die Liebe offen zu zeigen. Was eher beschämend ist, ist der Machismus und der Streit in der Familie.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Sexualerziehung</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Obwohl Bildung keine Scham kennt, ist die Sexualerziehung für den überwiegenden Teil der konservativen Muslime immer noch ein Tabu. Und das Thema der Sexualität ist in vielen islamischen Ländern weit davon entfernt, zu Hause, in der Schule oder gar in der öffentlichen Debatte behandelt zu werden. Dies ist ein Bildungsmangel, der bei Jungen wie Mädchen zu Störungen der Persönlichkeit führt. Dazu gehört auch die Reduzierung der Frau als »erotisches« Objekt, wodurch in extrem konservativen Gesellschaften soziale Explosionen ausgelöst werden. Der Mangel an Erziehung bezüglich der Beziehungen von Mann und Frau verursacht extreme Hemmungen in der Wahrnehmung und Behandlung des anderen Geschlechts.<br />
Die sexuellen Tabus in konservativen muslimischen Familien müssen aber endlich gebrochen werden. Dazu muss der Sexualkundeunterricht in der Schule wahrgenommen und dazu muss die Sichtweise des Islam auf sexuelle Themen ohne Scheu dargelegt werden.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Kopftuch</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Das Kopftuch ist kein religiöses Symbol. Wenn es sich dabei um ein religiöses Symbol handelte, müsste auch für die Männer ein religiöses Symbol vorgesehen sein. Da das Kopftuch kein religiöses Symbol sein kann, kann es auch kein politisches Symbol sein. Es steht der Frau frei, ein Kopftuch zu tragen oder nicht zu tragen. Der Frau per Gesetz Vorschriften in Bezug auf das Kopftuch zu machen, ist weder von religiöser Seite noch von rechtlicher akzeptabel. Bei beiden besteht ein Recht auf freie Wahl der Kleidung. Das Kopftuch, das die Frau nur aufgrund ihrer religiösen Überzeugung trägt, falls sie es überhaupt trägt, darf ihre aktive Teilnahme am sozialen Leben nicht verhindern. Das Kopftuch darf nicht zur Isolierung der Frau von der Gesellschaft führen. Es darf sie nicht daran hindern zu studieren, zu arbeiten, zu forschen, Spaß zu haben und zu spielen. Das Kopftuchtragen verstößt gegen das islamische Recht, wenn es unter Zwang, als Erfüllung des Brauchs oder aus einem anderen nicht überzeugenden religiösen Grund getragen wird.<br />
Das Kopftuch hat im Islam nicht den Status eines Dogmas im Gegensatz zur Bildung, Sauberkeit, zum Gebet, Fasten, Pilgern, Almosengeben und zur Arbeit fürs Gemeinwohl. So wie das Kopftuch nicht den Status und nicht den Wert von täglichem Gebet, Bildung und guten Taten angibt, so zeigt auch das Nichttragen des Kopftuchs keine Sündhaftigkeit an.</p>
<p>Was zählt, ist nicht, was die Frau auf dem Kopf hat, sondern was sie im Kopf hat. Auf der einen Seite gibt es Nicht-Muslime, die kein Kopftuch dulden, und auf der anderen Seite Muslime, die kein offenes Haar dulden. Beide Seiten verletzen das Recht auf Freiheit. Das Kopftuch ist weder das Maß der Frömmigkeit noch ein Gegenbeweis für die Integration. Das heißt, eine Frau mit Kopftuch muss nicht zwangsläufig religiöser sein als eine ohne Kopftuch, und eine Frau ist nicht unbedingt besser integriert, wenn sie kein Kopftuch trägt. Es gibt viele Frauen mit Kopftuch, die sich in die Gesellschaft weit besser integriert haben als manche ohne Kopftuch. Umgekehrt gelingt es vielen modern aussehenden und in die Gesellschaft integrierten Frauen, frommer zu sein als Frauen mit Kopftuch. Daher müssten muslimische Frauen unbehelligt von allen – beginnend von ihren Eltern bis hin zum Staat – frei über ihr Kopftuch entscheiden können, und alle sollten ihr bei ihrer gesellschaftlichen Entfaltung helfen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Patriarchalische Tableau</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Während ich die Schlussworte zu diesem Kapitel schrieb, zeigten die Medien die Bilder eines Gipfeltreffens von 20 Ländern in Toronto. Auf dem Gruppenfoto der 20 Teilnehmer war nur eine Frau zu sehen: Angela Merkel. Dieses Foto war ein Beweis dafür, dass im 21. Jahrhundert nicht nur in der islamischen, sondern auch in der übrigen Welt eigentlich immer noch patriarchalische Verhältnisse herrschen.<br />
An diesem Tag war ich besonders erfreut dar­über, in einem Land zu leben, dessen Kanzlerin dieses patriarchalische Tableau stört. Doch das männerbetonte Gruppenbild zeigt, dass sowohl die Muslime als auch die Nicht-Muslime noch einen weiten Weg zur Gleichberechtigung zu gehen haben.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird. Es ist nicht einfach, über dieses Thema zu schreiben und zu diskutieren: es gehört Mut und Aufgeschlossenheit dazu. Wollen Sie mit dem Autor eine gedankliche Reise unternehmen, um dieses »sensible« Thema sowohl aus der Perspektive des Korans als auch unserer Gegenwart zu betrachten? Dazu lesen sie das Buch „Grüß Gott, Herr Imam!“ von Imam Benjamin Idriz, Diedrichs-Verlag München 2010, <nobr>ISBN-13: 978-3424350425</nobr></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/frauen-im-islam-der-weg-zu-neuen-reformen/">Frauen im Islam: Der Weg zu neuen Reformen</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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		<title>Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/die-frauen-haben-den-gleichen-wert-wie-die-maenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Benjamin Idriz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2014 09:26:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe und Respekt zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/die-frauen-haben-den-gleichen-wert-wie-die-maenner/">Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hier & Heute | IGP Blog</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Frau</h1></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Der Anlass dieses Artikels ist der Weltfrauentag.<br />
»Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie.« Gottes Prophet Muhammed (s).<br />
Die europäische Muslime müssen beim Kampf gegen die frauenfeindlichen Diskurse eine Vorreiterrolle übernehmen.
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die erste Generation der Muslime und allen voran der Prophet Muhammed haben sich vorbildlich verhalten, wenn es darum ging, die Liebe und Respekt zu ihren Frauen offen zu bekennen und zur Sprache zu bringen. Sie waren nicht scheu, Liebe und Respekt zu zeigen, die sie als etwas Angenehmes, Schönes und Heiliges erlebten. Muhammed, der seine Empfindsamkeit nicht verbarg, sagte es in aller Öffentlichkeit: »Ich liebe die Frauen, ich trage gern Düfte auf, und das tägliche Beten ist mein Augapfel«. Es steht leider in den etwas verstaubteren Seiten der Überlieferung der Sunna geschrieben, dass Muhammed zusammen mit seinen Frauen zu den Veranstaltungen in der Stadt ging, an den kulturellen Ereignissen teilnahm, mit ­ihnen zusammen Sport machte, ihnen bei der Hausarbeit half, mit ihnen scherzte und spielte. Die islamische Kultur kennt ihn so daher kaum.</p>
<p>Diese offene Art Muhammeds, seine Liebe zu seinen Frauen zu zeigen, wurde in den Epochen des Rückschritts und der Verbreitung des Konservativismus zunehmend als eine Schande empfunden. Das neue, geschmacklose und grobe Verständnis von Religiosität führte zu vielen Abarten des Glaubens. Was heilig war, wurde zu etwas Beschämendem, der Machismus galt nunmehr als Tugend, und die Liebe verlor ihre Romantik und wurde zum Krampf. Doch es ist keine Schande, zu lieben und die Liebe offen zu zeigen. Was eher beschämend ist, ist der Machismus und der Streit in der Familie. Doch nicht wenige »fromme« Muslime halten es für verwerflich, sich der Liebe zur eigenen Frau zu bekennen.</p>
<p><strong>Die Diskussion um die Rechte der Frauen haben nicht nur im Westen, sondern in den letzten Jahren auch im Osten – stark zugenommen. Diese Thematik greift bereits der Koran schon im 7. Jahrhundert auf. Die 58. Sure des Korans hat den Titel »mudschadala« (Diskussion), oder »mudschadila« (Diskutantin). Der Offenbarungsanlass dieser Sure war eine Diskussion, die eine Frau zu Lebzeiten Muhammeds entfachte. Indem sie eine Angelegenheit, die unter Frauen zu klären war, publik machte, konnte sie diese zu ihren Gunsten entscheiden. Das heißt: Je mehr Mitspracherechte Frauen in der Gesellschaft erhalten und je offener Männer mit ihnen über gesellschaftliche Themen diskutieren, desto schneller können Vorurteile und Missverständnisse beseitigt werden und desto eher erreicht man Gerechtigkeit und Gleichberechtigung.</strong></p>
<p>Eines der umstrittensten Themen – heute und insbesondere in der Gesellschaft, in der wir leben – ist die Stellung der Frau in den muslimischen Gesellschaften. Und das ist gut so, denn wir sind davon überzeugt, dass analog zu einer gleichberechtigteren Stellung der Frau auch die Integration Fortschritte machen wird.</p>
<p>Leider ist in der Literatur, im Diskurs, im Denken und im Tun der Muslime nicht wenig »Frauenfeindlichkeit« zu finden, und es wird eine langwierige und mutige Arbeit nötig sein, um sie davon zu reinigen. Dieser Versuch wird in den letzten Jahren aufs Intensivste unternommen, die einige grundlegende Fehler beseitigen wollen. Wenn wir uns z.B. Länder wie Marokko oder die Türkei vor Augen führen.</p>
<p>Und wenn wir die heute umstrittene Stellung der Frau aus dem Blickwinkel des Korans und des Propheten sowie der Vernunft betrachten, erhalten wir ein ganz anderes Bild als das, was gemeinhin für eine islamische Einstellung gehalten wird.</p>
<p>Nach dem Koran steht weder Adam noch Eva am Anfang der Schöpfung der Menschheit, sondern die gemeinsame Substanz, aus der beide hervorgegangen sind. Es ist diese Substanz, aus dem Gott, wie es im Koranvers deutlich heißt, »viele Männer und Frauen entstehen und sich vermehren ließ« (Koran: 4/1). Demnach steht im Koran kein »patriarchalisches« Prinzip am Anfang der Schöpfung der Menschen. Davon ausgehend können wir sagen, dass die Wurzel der Geschlechter in ihrer Gleichheit liegt, vergleichbar mit einem Zwillingspaar, einem Mädchen und einem Jungen, die aus dem Schoß einer Mutter hervorgeht. Dazu setzt das Heilige Buch weit vorne an und betont in seiner Schöpfungsgeschichte eindeutig, dass die Frau und der Mann aus einem einzigen Atemzug erschaffen sind: »Und zu Seinen Zeichen gehört, dass Er euch aus euren Seelen Partner schuf, damit ihr bei ihnen Ruhe findet, und Er Liebe und Zuneigung zwischen euch schuf. Für Menschen, die nachdenken, liegen darin Zeichen.« (Koran: 30/20–22).</p>
<p>Der Koran will gerade verhindern, dass sich die Trennungen zwischen den Menschen aufgrund der Sprache, Religion, Rasse, Hautfarbe und des Geschlechts noch weiter verschärfen, und er will den Menschen ihre Gleichheit zum Zeitpunkt der Schöpfung vor Augen führen.</p>
<p>Die Unausgewogenheit und Ungleichheit in der Gesellschaft sind nicht durch die Religion, sondern durch die »Männer« entstanden. Gott hat Propheten auf die Erde gesandt, um diese Ungleichheit zu beheben und die Gleichheit in der Entstehung des Menschengeschlechts wiederherzustellen. Diese Propheten haben versucht, die Menschen wieder auf die Linie der Gleichheit einzuschwören. In diesem Zusammenhang spielt Muhammeds Wort eine entscheidende Rolle: »Die Frauen haben den gleichen Wert wie die Männer. Nur die Würdigen würdigen Frauen und nur die Nichtwürdigen erniedrigen sie.« Zu Lebzeiten des Propheten nahmen die Frauen an den täglichen Stundengebeten teil, ebenso am Freitags- und Festtagsgebet, sie benutzten denselben Eingang zur Moschee wie die Männer und sie waren aktiv an allen Veranstaltungen der Moschee beteiligt. Die Integration der Muslime in Deutschland kann nur gelingen, wenn der Weg für die muslimische Frau geebnet ist, in der muslimischen Gemeinschaft eine aktive Rolle zu übernehmen. Es ist eine mit dem Islam unvereinbare, doch oft dem Islam zugeschriebene Vorstellung, dass Frauen nicht führen könnten. Um dies zu widerlegen, sollten sich Frauen aktiv daran begeben, Führungspositionen in der Gesellschaft zu übernehmen.</p>
<p><strong>Da sich diese vom Koran geforderte Gleichheit in der Lebens­praxis der Muslime nicht niederschlagen konnte, entstand ein frauenfeindlicher »Glaubensdiskurs«, der nicht nur das soziale, sondern auch religiöse Leben der Muslime negativ beeinflusst hat. Typische Beispiele dafür sind der Ausschluss der Frauen vom Freitags- und Festgebet, ihre Benachteiligung bei der Erbverteilung oder die Rechtspraxis, nach der die Zeugenaussage eines Mannes doppelt so viel zählt wie die einer Frau.</strong></p>
<p>Diese Behandlung der Frau stützt sich auf haltlose, angeblich religiöse Schriften, die in Widerspruch mit dem Geist der Logik und des Islam stehen und nur dazu dienen, die Frau zu erniedrigen, zu unterdrücken und von der Gesellschaft zu isolieren. Es ist unmöglich, diese fehlgeleitete Sichtweise, die Frauen zu Menschen zweiter Klasse degradiert, mit dem Islam zu vereinbaren. Mit Bezug auf den Koranvers »Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde« (Koran: 9/71) revolutionierte Muhammed die Rechte der Frauen. Mit seinen Prinzipien »Die Frauen sind die Geschwister der Männer« und »Frau und Mann sind wie die zwei Hälften eines Apfels« betonte er die Gleichheit der Geschlechter und untermauerte damit die islamische Einstellung zu dieser Gleichheit unmissverständlich. Mann und Frau sind vor Gott absolut gleichwertig. Frauen sind in ihrem Handeln und Wirken ebenso mündig wie Männer. Frauen haben das Recht am gesellschaftlichen Diskurs teilzuhaben, das Recht zu lernen und zu lehren, das Recht auf finanzielle und soziale Unabhängigkeit, das Recht zu wählen und gewählt zu werden, das Recht auf Selbstbestimmung. Alle überlieferten Sprüche und Taten, die diesem Prinzip widersprechen, sind später, im Zeitalter des Niedergangs der Muslime entstanden; doch sie sind leider von anhaltender Wirkung bis in unsere Tage.</p>
<p><strong>Wir gelangen zu dem Ergebnis, dass das große Hindernis beim richtigen Verstehen und Erleben des Islam in den Traditionen und Lebensweisen begründet ist, die die Muslime aus ihren Herkunftsländern mitgebracht haben, und dies gilt ganz besonders für die Behandlung der Frau. Die europäischen Muslime übernehmen – wie in vielen anderen Streitthemen – auch beim Kampf gegen die frauenfeindlichen Diskurse und Bräuche eine Vorreiterrolle. So wie es zur Zeit des Propheten Muhammed der Fall war, müssen solche Themen nach dem Vorbild der Sure „die Debatte“ heute und morgen objektiv und öffentlich in den Gemeinden diskutiert werden.</strong><br /> .</p></div>
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		<title>Die Rolle der Frau im Islam</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/die-rolle-der-frau-im-islam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[igp-987]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2014 14:36:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über den Islam wird viel berichtet. Manchmal auf eine gute Art und Weise, aber seit einiger Zeit, insbesondere seit dem 11.&#160;September, weckt der Begriff „Islam“ negative Assoziationen.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Von Nermina Idriz </p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Über den Islam wird viel berichtet. Manchmal auf eine gute Art und Weise, aber seit einiger Zeit, insbesondere seit dem 11. September, weckt der Begriff „Islam“ negative Assoziationen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Unter anderem wird die Diskriminierung der Frau als typisch für den Islam dargestellt. Themen von Zeitungen mit hohen Auflagen sind beispielsweise die Zwangsverheiratung muslimischer Mädchen, die Verweigerung von Bildung und Arbeit oder Rachemorde zur Wiederherstellung der Ehre muslimischer Familien.</p>
<p>Was die Massenmedien präsentieren, prägt das hiesige Bild vom Islam. Nicht wenig Menschen bekommen den Eindruck, dies sei die Normalität der Frau in den islamischen Gesellschaften. In der Tat ist die Lage der Frau in vielen muslimischen Gesellschaften problematisch. Und zwar nicht nur im Lichte der westlichen Werte, sondern auch nach den Maßstäben des Islam selbst.</p>
<p>Mein Anliegen ist es heute, Ihnen einen Überblick über die Stellung der Frau im Islam zu geben. Ich möchte aufzeigen, daß die tatsächlich vorhandenen Mißstände nicht auf der Religion beruhen.</p>
<p>Die Koranische Offenbarung hat die Muslime vor 1424 Jahren dazu bewegt, die Stellung der Frau in der Gesellschaft zu überdenken. Der Islam bietet der Frau die absolute Gleichheit vor Gott und darüber hinaus eine Reihe von Rechten in der weltlichen Gesellschaft, die sich die Frauen im Westen erst vor einigen Jahrzehnten mühsam erkämpft haben.</p>
<p>Daß Mann und Frau in ihrer Wesenheit und ihrem Wert vor Gott gleich sind, sei mit einigen Qur’an-Zitaten belegt: „Oh ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat; aus diesem erschuf er ihm die Gefährtin, und aus beiden ließ er viele Männer und Frauen sich vermehren (..)“ (Sure 4:1) „Und ihr Herr antwortete ihnen: Ich lasse das Tun desjenigen unter euch, der Gutes tut, gewiss nicht verloren gehen, sei es Mann oder Frau. Die einen sind von den anderen.“ (Sure 3:195) „(..)Wer aber Gutes tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, diese werden ins Paradies eintreten.“(Sure 40:40) Alle religiösen Pflichten, wie Gebet, Fasten, Armensteuer, Pilgerfahrt, Gutes tun und Böses abwehren, sind der Frau ebenso vorgeschrieben wie dem Mann: „(..) die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die standhaften Männer und die standhaften Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, (..) Allah hat ihnen Vergebung und gewaltigen Lohn bereitet.“ (Sure 33:35). Aber auch in den meisten Rechten unterscheidet sich die Frau nicht vom Mann. Hier sollen nur einige genannt werden, die heute als Bedingung weiblicher Emanzipation gelten. Eines davon ist das Recht auf Eigentum und Erbschaft, das im europäischen Raum ja erst seit Beginn dieses Jahrhunderts ein Grundrecht der Frau ist. Die Frau kann frei über ihr Eigentum verfügen – freier sogar als der Mann, da sie keinerlei finanzielle Verpflichtungen gegenüber der Familie oder anderen Personen hat. Sie kann ihren Besitz ausgeben, vererben, verschenken oder in Geschäfte investieren, ohne dass Ehemann, Vater oder irgend jemand anderes Einfluss darauf nehmen könnte. Die einzige Einschränkung bildet die Besteuerung, der sie wie jeder Mann unterliegt.</p>
<p>Die muslimische Frau hat das Recht zu entscheiden, wann und wen sie heiratet. Ohne die Einwilligung der Frau darf eine Ehe nicht geschlossen werden und der Ehevertrag ist ungültig. Aus dem Leben des Propheten, Friede sei mit ihm, wird berichtet, daß ein Mädchen zu dem Propheten gekommen sei und sich beschwerte, daß der Vater sie ohne ihren Willen verheiratet hätte. Der Prophet hat diese Ehe für nichtig erklärt.<br /> Die muslimische Frau hat auch das Recht, sich scheiden zu lassen. Das nicht nur, wie oft dargestellt, bei psychischen oder physischen Mängeln des Mannes, sondern auch dann, wenn die Frau keine Liebe mehr für den Ehemann empfindet. Der folgende Vers verdeutlicht das Wesen der Ehe: „Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen/Gatten für Euch schuf aus euch selber, auf dass ihr Frieden bei ihnen fändet und Er hat Liebe und Zuneigung zwischen euch gesetzt. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt.“</p>
<p>Liebe und Zuneigung sind das A und O in der Ehe. Wenn diese nicht mehr vorhanden sind, ist es erlaubt, daß die Ehepartner sich scheiden lassen. Die Scheidung ist eine erlaubte, aber nicht wünschenswerte Handlung. Die Ehe ist kein Sakrament, sondern ein zivilrechtlicher Vertrag zwischen dem Mann und der Frau. In diesem Vertrag wird unter anderem die Höhe der Brautgabe festgelegt. Diese gehört ausschließlich der Frau und dient ihr als finanzielle Absicherung im Falle einer Scheidung. Die muslimische Frau behält auch nach der Heirat ihren Nachnamen und bleibt eine eigenständige Persönlichkeit. Sie hat das Recht auf vollen Unterhalt durch den Ehemann.</p>
<p>Mann und Frau sind gleichermaßen verpflichtet, zum Erhalt einer intakten Familie beizutragen und sich gegenseitig in ihren Beziehungen und Aufgaben in der Gesellschaft zu unterstützen. In der Sure 9, Satz 70 heißt es: „ Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat und gehorchen Allah und Seinem Gesandten.“<br /> Mann und Frau wird empfohlen, die islamische Lebensweise zu praktizieren, damit sie (auf Erden?) im Jenseits die Glückseligkeit erlangen.</p>
<p>Dazu gehört auch das Befolgen der islamischen Bekleidungsphilosophie, die für Männer und Frauen gleichermaßen gilt, wobei hierbei kein Zwang angewandt werden darf: „Sage den gläubigen Männern, dass sie manche von ihren Blicken zurückhalten und ihre Scham hüten, das ist besser für sie, Allah ist ja dessen kundig, was sie tun. Und sage den gläubigen Frauen, dass sie manche von ihren Blicken zurückhalten und ihre Scham hüten und nicht ihren Schmuck sichtbar machen, außer was davon außen ist, und sie sollen ihre Kopftücher über ihre Kleiderausschnitte schlagen , und nicht ihren Schmuck sichtbar machen (..).“ (24:31)</p>
<p>Die Frau im Islam hat grundsätzlich auch das Recht auf Arbeit. Es gibt keine Anordnung, die der Frau verbietet, einen Beruf auszuüben, wann immer dies notwendig sein mag und in der Gesellschaft von Nutzen ist. (Der Islam schlägt keine spezifischen Rollen im Detail vor, auch wenn dies oft behauptet wird. Dann könnte der Islam nämlich nicht mehr kulturübergreifend und für die gesamte Geschichte der Menschheit gültig sein.) Allerdings besteht u.a. aus biologischen Gründen eine der primären Aufgaben der Frau darin, Kinder zu gebären und sie aufzuziehen.<br /> Der Islam schätzt die Rolle der Frau als Partnerin ihres Mannes und Mutter sehr hoch ein und betrachtet sie als die wichtigste. Weder Hausmädchen noch Babysitter sind in der Lage, den Platz der Mutter in der Erziehung eines aufrechten, selbstbewußten und mit fürsorglicher Liebe erzogenen Kindes einzunehmen. Eine so edle und wichtige Aufgabe, die weitgehend die Zukunft der Welt bestimmt, kann nicht als Muße oder Untätigkeit betrachtet werden.</p>
<p>Ein Mann fragte den Propheten: „Gesandter Allahs, wer hat das größte Anrecht darauf, daß ich ihm ein guter Gefährte bin?“ Er antwortete: „Deine Mutter.“ Er fragte: „Wer dann?“ Er antwortete: „Deine Mutter.“ Er fragte: „Und wer dann?“ Er antwortete: „Deine Mutter.“ Er fragte: „Und wer dann?“ Er antwortete: „Dein Vater“. (Buchari)<br /> „Primäre“ bedeutet jedoch nicht „ausschließliche“ Aufgabe. Unter Umständen könnte die muslimische Frau sogar zur Arbeit verpflichtet werden, wenn sie Ärztin oder Lehrerin ist und „Not am Mann“ herrscht. Sie wird in der Regel auch als Lehrerin für Mädchenklassen oder als Gynäkologin gegenüber einem Mann bevorzugt. Davon abgesehen wird es aber immer eine Einzelfallentscheidung sein, wie weit sich die moralische Pflicht der Kindererziehung mit einer Berufstätigkeit vereinbaren lässt. In jedem Fall steht ihr aber für ihre Arbeit gleicher Lohn zu, wie einem Mann: „… Die Männer sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst, und die Frauen sollen ihren Anteil erhalten nach ihrem Verdienst.“ (Sure 4:32). Das Geld, das sie dabei verdient, bleibt ausschließlich ihr Eigentum. Sollte eine Frau unbedingten Wert auf eine Berufstätigkeit legen, so empfiehlt es sich, falls sie heiratet, sich mit dem zukünftigen Ehemann bereits vor der Ehe darauf zu verständigen und dieses im Ehevertrag festzuhalten. Genau wie der Mann hat die Frau das Recht und die Pflicht, zu lernen. Allahs Gesandter (s) hat gesagt: „Das Streben nach Wissen ist Pflicht für jeden Muslim.“ (Anas; Baihaqi). Leider ist das ein Punkt, wo die islamischen Grundsätze und die Praxis der Muslime zum Teil weit auseinander gehen. Hadithe (dem Publikum erklären, was das ist!) wie der folgende finden da wenig Beachtung: Allahs Gesandter (s) hat gesagt: „(..) und wer drei Töchter aufgezogen hat, oder ihresgleichen von (seinen) Schwestern, und ihnen eine gute Erziehung gegeben hat, sie mit Güte behandelt hat, bis sich Allah ihrer annimmt, für den hat Allah das Paradies bestimmt.“ Ein Mann fragte: „Allahs Gesandter, und bei zweien?“Er antwortete: „Und (auch) bei zweien“, so dass der Mann fragte: „Und bei einer?“ Er antwortete: „Und auch bei einer).&#8220;</p>
<p>Gleiches wie für Lernen und Ausbildung der Mädchen gilt für die Teilnahme der muslimischen Frau am gesellschaftlichen Leben. „Das Gute zu gebieten und das Böse zu verbieten“ (3-100,101) ist eine Pflicht für den Mann und die Frau. Die muslimische Frau hat das Recht und auch die Pflicht, sich an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen und ihren Beitrag zu leisten.</p>
<p>Zur Zeit des Propheten (s), die uns als Vorbild gilt, durfte nach einer Aussage Muhammads (s) den Frauen die Teilnahme am Gemeinschaftsgebet nicht verwehrt werden (wozu offensichtlich auch damals schon Tendenzen bestanden). Heute haben in manchen islamischen Ländern Frauen keinen Zutritt zur Moschee, zumindest sind sie aber durch einen Sichtschutz von den Männern getrennt, was in der Moschee des Propheten nicht der Fall war und ist. Die Teilnahme am Gemeinschaftsgebet und ganz allgemein der Zutritt zur Moschee ist insofern wichtig, als die Moschee nicht nur ein Ort der Andacht und des Gebets ist, sondern immer auch ein Ort des Lernens, sozialer und politischer Versammlungen etc.</p>
<p>In früherer Zeit wurden sogar Gesetze und Verordnungen von der Kanzel verkündet. Einmal wetterte zum Beispiel der zweite Kalif Omar in einer Freitagspredigt gegen die Frauen, die eine viel zu hohe Brautgabe (Mahr) forderten, und wollte diese auf einen Höchstsatz beschränken. Da stand eine Frau auf und wies den Kalifen darauf hin, dass eine solche Regelung gegen Sure 4:20 verstoße. Der Kalif gab ihr Recht und sah von einer Neuregelung ab. Das sollte heute eine Frau wagen, mitten in der Freitagspredigt aufzustehen und das Staatsoberhaupt zurechtzuweisen!<br /> Es gibt aber, besonders in der frühen Geschichte des Islams, viele andere Beispiele dafür, dass Frauen des Propheten die Funktion von Lehrerinnen und Rechtsgelehrten übernahmen, die von Männern und Frauen gleichermaßen konsultiert wurden. Dies war der Fall nach dem Tode des Propheten (s). Aischa, seine jüngste Frau, führte sogar ihre Anhänger in einer kriegerischen Auseinandersetzung mit einer anderen Partei an. Aber auch andere, „normale“ Frauen waren Geschäftsfrauen, Krankenpflegerinnen usw. Beim sogenannten „Gelübde von Aqaba“ legten auch Frauen den Treueid ab, was durchaus eine politische Handlung darstellte. Eine Frau des Propheten, Hafsa, hatte nach dessen Tod das Manuskript des Qur’an, nach dem bis heute alle Exemplare gedruckt werden, in ihrer Obhut (Krause, 1988).</p>
<p>In der islamischen Welt war es auch durchaus üblich, daß Ehepartner ihre intellektuellen Interessen miteinander teilten. Bedeutende Wissenschaftlerinnen, die öffentlich lehrten, gab es nachweislich bis ins 19. Jahrhundert (Krause, 1988). Fatima Mernissi, islamische Feministin ohne theologisch-islamische Ausbildung, bringt Beweise, dass Musliminnen auch Verantwortung übernahmen, einen Staat zu regieren, wie z.B. Radia auf dem Moghulen-Thron in Delhi (von 1236 bis 1240) oder die Khayzuran, die Mutter des sagenhaften abbasidischen Kalifen Harun-al-Raschid.</p>
<p>Das Vorgetragene ist ein Ideal, welchem die Muslime nacheifern sollten. Es wäre aber falsch, sich hinter diesem zu verstecken. Das, was heute insbesondere in Europa gelebt wird, ist meistens ein „traditionsgeprägter Mischmasch, den die Leute Islam nennen“. So bezeichnete es Murad Hoffman, der zum Islam konvertierte frühere Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in seinem Buch “Der Islam im 3. Jahrtausend“.<br /> Die erste Aufgabe der Muslime sollte es sein, eine Geisteshaltung, die zur Benachteiligung der Frau führt, zu korrigieren. Männer sollen ihre Haltung gegenüber Frauen prüfen, denn der Prophet Mohammed hat gesagt: „Der beste unter euch ist derjenige, der seine Frau am besten behandelt.“</p>
<p>Die größte Arbeit aber liegt bei uns Frauen. Wir müssen von den muslimischen Männern unsere uns von Gott zugestandenen Rechte und von der hiesigen Gesellschaft unsere Gleichbehandlung gegenüber nicht-muslimischen Frauen einfordern. Wir sollten uns aber auch in diese Gesellschaft einbringen. Das Muslimsein verlangt Handeln – somit ist es unsere Pflicht und Verantwortung, in der Gesellschaft, in der wir leben, aktiv zu sein und uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/die-rolle-der-frau-im-islam/">Die Rolle der Frau im Islam</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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		<title>Wird die Frau im Koran geschlagen?</title>
		<link>https://islam-penzberg.de/wird-die-frau-im-koran-geschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[igp-987]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Apr 2014 13:18:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Gründe, die Männer zur Gewaltanwendung an Frauen ver­leiten, sind zum einen ihre körperliche Schwäche und Emotionalität, zum anderen aber auch ihre Intelligenz und ihre Talente. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/wird-die-frau-im-koran-geschlagen/">Wird die Frau im Koran geschlagen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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					<h2 class="entry-title">Wird die Frau im Koran geschlagen?</h2>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Die Gründe, die Männer zur Gewaltanwendung an Frauen ver­leiten, sind zum einen ihre körperliche Schwäche und Emotionalität, zum anderen aber auch ihre Intelligenz und ihre Talente. Die Sitte, brutal gegen Frauen vorzugehen, ist so alt wie die Menschheit. Doch ein Mann beweist dadurch keine Stärke, sondern Ohnmacht und Feigheit. Durch die unterschiedlichen Vorzüge, die Gott Mann und Frau geschenkt hat, entstehen Reibungspunkte zwischen den Partnern. Der Mann reagiert darauf, indem er sich der Gewalt bedient. Er versucht dies zu legitimieren, indem er seine Feigheit als Heldentat tarnt. Zur Legitimierung seiner Brutalitäten zieht er darüber hinaus religiöse Texte heran! So glaubt er, eine Koranstelle gefunden zu haben, die sein Verhalten rechtfertigt. Nachdem diese mehrfach übersetzt und ausgelegt wurde, findet man schließlich im vierten Vers der Sure Frauen: »Schlagt sie!« Grund genug für gewalttätige Männer, diesen »Befehl« auszuführen.</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Doch – sagt der Koranvers 4/34 wirklich aus, der Mann solle die Frau verprügeln?</strong></p>
<p>Wie kann Gott, der in seinem Vers 30/21 »Liebe« und »Barmherzigkeit« in der Ehe verlangt, nun das Gegenteil befehlen: »Schlagt sie!«? Das hieße ja, dass einer der Verse nicht göttlichen Ursprungs ist – da dies aber nicht möglich ist, müssen wir annehmen, dass es sich bei der Deutung <em>Schlagt sie!</em> um ­einen Fehler handeln muss. Für die meisten Koranexegeten war es ein Leichtes herauszufinden, welche Bedeutungen das Wort <em>wadribuhunne</em> außer »Schlagt sie!« noch haben kann. Diese Bedeutung wurde allerdings vernachlässigt. Stattdessen versuchte man die Auslegung »Schlagt sie!« lediglich abzumildern, indem man in dem Befehl das allerletzte Mittel bei starker Zerrüttung sah, um die Ordnung in der Familie wiederherzustellen. Der Mann müsse diese Strafe symbolisch mit einer Zahnbürste ausführen, damit die Frau keine Schmerzen leide. Eine wenig ernstzunehmende Deutung! Der Versuch, die Gewalt unter allen Umständen zu rechtfertigen, statt genauer auf den Text zu schauen, hat vielen Frauen unsäg­liches Leid beschert. Denn welcher Mann hat seine Frau jemals voller Wut mit einem zahnbürstenkleinen Stock geschlagen!?</p></div>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Wo liegt nun die Wahrheit?</strong></p>
<p>Sie liegt darin, dass das Wort <em>wadribuhunne</em> vom Stamm <em>darabe</em> nicht »Schlagt sie!« bedeutet, sondern: »trennt euch von ihnen für eine Weile!«. Genau diese Lesart liefert uns der moderne türkische Koranexeget İhsan Eliaçık, der auch Sprachwissenschaftler ist. Er übersetzt die Verse <nobr>4/34–35</nobr>folgendermaßen:</p>
<p><em>»Die Männer haben Mitgefühl mit den Frauen; sie beschützen sie. Dies ist deshalb so, weil Gott die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Frauen, die gut, schön und aufrichtig sind, diejenigen, die die Intimität zu wahren wissen, die zu wahren Gott befohlen hat, und die, die Gott ehrfürchtig ergeben sind. Wenn ihr euch mit euren Gattinnen in einem heftigen Streit befindet, so sprecht zuerst mit ihnen; wenn das nichts nützt, lasst sie in ihren Betten allein; und wenn das auch nichts nützt, trennt euch von ihnen für eine Weile. Wenn sie sich mit euch versöhnen, sucht weiter keine Ausreden, um sie abzulehnen. Nur Gott ist erhaben und groß.«</em> (Koran:&nbsp;4/34)</p>
<p>Wie wir sehen, übersetzt Eliaçık das Wort <em>wadribuhunne</em> nicht mit »Schlagt sie!«, sondern mit »trennt euch von ihnen für eine Weile!«. Denn das ist auch die Bedeutung des Wortes. Denn der Stamm <em>darabe</em> hat viele Bedeutungen. Das Wort <em>darabe</em> kommt in vielen anderen Versen vor: Es gibt außer dieser Stelle im Vers 4/34 noch genau 53 weitere dieses Verbstammes. Doch eine Übersicht über die Koranübersetzungen zeigt, dass <em>darabe</em> an keiner Stelle außer dieser mit »schlagen« übersetzt wird. Auch die wenigen deutschen Koranübersetzungen weisen (wie die Übersetzungen in viele andere Sprachen) für das Wort <em>wadribuhunne (darabe)</em> die Entsprechung »Schlagt sie!« auf, sodass die Übersetzer sowohl sprachwissenschaftlich als auch ethisch einen großen Fehler begehen.</p>
<p>Das Wort <em>darabe</em> kann folglich im berühmt-berüchtigten »Frauen-Prügel-Vers« in keiner Weise »Schlagt sie!« bedeuten, zumal dies Gottes Prinzipien der Liebe und des Mitgefühls widersprechen würde. Mit diesem Vers beabsichtigte Gott, dass das in jener Gesellschaft verbreitete Prügeln von Frauen unterlassen wird und dass sich die Männer stattdessen für eine Weile von ihren Frauen entfernen sollen.</p>
<p>Vor allem weist das eigene Verhalten Muhammeds in diese Richtung, und er hat den Koran am besten verstanden. Kein einziges Mal hat er in seinem ganzen Leben die Hand gegen seine Ehefrauen erhoben, und er hat diejenigen scharf getadelt, die ihren Frauen gegenüber gewalttätig wurden. Als er einmal Schwierigkeiten mit seinen Frauen hatte, sprach er mit ihnen darüber, und er trennte dann sein Lager (für etwa zwei Monate) von ihrem. Nach der Aussöhnung kehrte er später zu ihnen zurück. Diese Überlieferung bestätigt die Annahme, dass das Wort <em>wadribuhunne</em> im besagten Vers richtigerweise mit »trennt euch für eine Weile« übersetzt werden muss.</p>
<p>Eines Tages beklagten sich einige Frauen darüber, dass sie von ihren Männern grob behandelt werden. Der Prophet trat vor die Gemeinde und sagte: »Männer, die ihre Frauen schlagen, sollen nicht glauben, sie seien gute Menschen und gute Muslime.« (Überliefert von Abu&nbsp;Dawud)</p>
<p>Die Verse im Koran beziehen sich meist auf eine »real vorherrschende Situation« und bringen sie in Ordnung. Zu den vorherrschenden Praktiken gehörten in der damaligen arabischen Gesellschaft z.B. die Polygamie, das Verprügeln von Frauen und das Halten von Sklavinnen. Der Koran übernahm in einer solchen Gesellschaft die Aufgabe, ihr zu einem Wandel zu verhelfen. Der Koran behandelte diese Themen, die bis dahin als Tabu galten, und startete viele Reformen, die Lage der Frau zu verbessern. Die Frauen waren die Unterdrückten der vorislamischen Gesellschaft, und es ist daher nur natürlich, dass der Koran für die Frauen Partei ergreift. Doch die patriarchalische Struktur der damaligen arabischen Gesellschaft leistete diesen Reformen Widerstand. Und die Verbreitung des Islam bei nicht-arabischen Völkern führte dazu, dass diese nicht nur die Religion, sondern auch die Kultur und die Bräuche der Araber mit übernahmen. Sie übernahmen dabei auch deren Widerstand gegen die Reformen. Gern verstanden alle Reformgegner das Wort wadribuhunne als »Schlagt sie!«, weil sie auf die im vorislamischen Arabien ohnehin sehr verbreitete Unart, Frauen zu schlagen, nicht verzichten konnten. Sie haben den Koran nicht nur in diesem Punkt abweichend von seinem Anliegen, dafür im Einklang mit den vorislamischen Bräuchen ausgedeutet, sondern auch in Bezug auf die Polygamie.</p>
<p><em>Mehr zum Thema im Buch „Grüß Gott, Herr Imam!“ von Imam Benjamin Idriz</em></p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://islam-penzberg.de/wird-die-frau-im-koran-geschlagen/">Wird die Frau im Koran geschlagen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://islam-penzberg.de">IGP</a>.</p>
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