Dialog in der Islamischen Gemeinde Penzberg

Die Bemühungen um Dialog und Anerkennung beginnt die Islamische Gemeinde Penzberg mit ihrer Vereinsgründung im Jahr 1994.

Immer wieder sucht sie das Gespräch mit der Bevölkerung und den Verantwortlichen in der Stadt, lädt zum Kennenlernen in die eigenen Räume ein. Es entstehen erste Kontakte und Gegeneinladungen werden ausgesprochen. Gemeinsame Veranstaltungen werden geplant und die breite Öffentlichkeit mit einbezogen.

IGP Dialog: Gemeinsames Fastenbrechen Stadtplatz

Die Begegnungen lösen neue Formen von Dialogmöglichkeiten aus.

Um sich noch besser kennen zu lernen werden Reisen organisiert. Die erste führt nach Bosnien-Herzegowina, der Stadt, nach Sarajevo, die auch das Jerusalem von Europa genannt wird. Ein weiteres Ziel führte nach Assisi, um auf den Spuren von Franziskus zu wandeln. Der Reformator Martin Luther stand im Knotenpunkt der Beobachtungen in Eisenach und Wittenberg. Die jüngste Reise führte die Penzberger in das geschichtsträchtige Andalusien.

IGP Dialog: Pfarrer und Imam

Es ist keine Sensationsnachricht, wenn Imam und Pfarrer gemeinsam ein Autohaus, eine Arztpraxis, einen Kindergarten oder das neue Feuerwehrauto „einweihen“.

Oder wenn der frisch gewählte Bürgermeister in Penzberg zur Amtseinführung ebenso selbstverständlich um den Segen der drei Geistlichen bittet.

Festumzug zu 100 Jahre Stadtjubiläum
Pfarrer Julian Lademann, Pfarrer Bernhard Holz, Imam Benjamin Idriz

Genauso wie es nichts Außergewöhnliches ist, dass die Muslime zu Vortragsabenden in die Moschee einladen, meist zu theologischen Kontroversen, aber auch zu Themen, die das allgemeine Gut des Lebens angehen. Damit ergänzt die Islamische Gemeinde das kulturelle Angebot in der Stadt, setzt hochrangige Persönlichkeiten auf die Rednerliste und bietet eine Plattform für sachlichen und verständnisorientierten Austausch.

Umgekehrt finden in den Räumen des Islamischen Forums externe Veranstaltungen von Nicht-Muslimen statt, die vor allem den geräumigen Gemeindesaal für Konzerte, wie etwa die Musikschule der Stadt, oder für Empfänge nutzen. Auch fragen Firmen, Vereine, Schulen und Privatpersonen für Familienfeiern ohne Scheu an, wenn sie das muslimische Haus wie selbstverständlich nutzen möchten.

Außerdem ist es schon lange nicht mehr einmalig, dass Christen im Ramadan für Muslime kochen. Es gehört schon zur bewährten Tradition in Deutschland, dass Muslime in ihrem heiligsten Monat Nicht-Muslime zum Fastenbrechen-Essen einladen. In Penzberg dreht die Initiative Café International den Spieß um und bekocht und bedient die Muslime an einem Ramadan-Abend, um ihnen etwas von der selbst erfahrenen Gastfreundschaft zurückzugeben. Dass man sich zu den hohen Festtagen, die Christen und Muslime begehen, gegenseitig beglückwünscht, versteht sich von alleine.

IGP Dialog: Einladung zum Fastenbrechen durch Nichtmuslime
Penzberg: Interreligiöse Andacht

Die kontinuierlichen Friedensgebete gehören zu einer festen Institution des Dialogs in Penzberg. Ob in der Kirche, in der Moschee, auf dem Stadtplatz, in der freien Natur, mit oder ohne Anlass, versammeln sich Muslime, Christen, andere Gläubige oder Menschen ohne Glaube, um gemeinsam für Zusammenhalt einzustehen.

Dialog und Nichtmuslime in islamischen Ländern

Die Einladung des Korans an Juden und Christen zum „Gemeinsamen Wort“ (Koran 3:64) ist auch ein Appell zu gemeinsamem Handeln für die Wahrung der gemeinsamen Interessen und Werte.

„Wir brauchen weniger Vorurteile“

MUH hat Benjamin Idriz in seiner Moschee getroffen. „Ich wünsche mir, dass wir in zehn Jahren nicht mehr über Integration reden müssen“, sagt er.

Islam und Dialog

Das höchste Gut eines jeden gläubigen Muslims ist der Koran und mit ihm beginnen wir unsere Suche nach Fragen der islamischen Intention eines islamisch-christlichen Dialoges.

Kanzelrede in der Hugenottenkirche Erlangen

„Du wirst wahrlich finden, dass die Menschen, die den Gläubigen in Liebe am nächsten stehen, die sind, die sagen: »Wir sind Christen«, dies, weil unter ihnen Priester sind und weil sie nicht überheblich sind.“

Konferenz gegen Rassismus: Dialog statt Islamophobie

„Wir dürfen von Andersartigen nicht Angst haben. Angst ist das Zeichen des Schwachen.“ Rede von Imam Benjamin Idriz in Graz am 19.03.2012.

Penzberg als Vorbild

Mit einer gemeinsamen Andacht wurde am Sonntagvormittag das Penzberger Stadtfest anlässlich des 100. Namenstages fortgesetzt.

Im Dialog: Bibelarbeit auf dem 33. Evangelischen Kirchentag

Ein Austausch zwischen Imam Idriz und Landesbischof Friedrich im Rahmen des 33. Evangelischen Kirchentages.

Ein Europa der Christen, Heiden, Juden und Muslime – na klar!

Vortrag der Vize-Direktorin des Penzberger Forums, Gönül Yerli bei der Interkulturellen Akademie in Augsburg.

Politik (CSU) und Islam: Problemfelder und Zukunftsmodelle

Vortrag von Benjamin Idriz in der Hans-Seidel-Stiftung, Wildbad Kreuth am 13.12.2008

Liebe Mitglieder der Islamischen Gemeinde Penzberg,

es fällt uns schwer den persönlichen Kontakt mit Euch zu unterlassen. Es tut auch weh die Moschee einsam und verlassen zu sehen. Doch wir leben in einer Zeit, die diese Maßnahmen erfordern. Alle unsere religiösen Pflichten können wir auch als Einzelne zu Hause verrichten. Wir können einzeln oder mit unserer Familie beten, einen Fastentag einlegen, Spenden über Online-Banking tätigen oder dem nächsten Nachbarn helfen. Und vor allem in Gebeten uns geistig verbinden.

Folgende aktualisierte Regelungen gelten für die Moschee:

Wir sehen uns in der Verantwortung den Gebetsraum zu schließen, da der Teppich den Virus weiter übertragen kann!

Die tägliche Gemeinschaftsgebete und Freitagsgebete sind bis auf Weiteres ausgesetzt.

Bitte habt Verständnis dafür, dass wir Nikah/Eheschließungen ebenso aussetzen müssen.

Auch alle anderen Aktivitäten finden auf unbestimmte Zeit nicht statt.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Solidarität mit alleinstehenden Menschen, mit Kranken und älteren Personen, die sich eine Selbstversorgung nicht einrichten können. Zusammen mit der Stadt Penzberg und den beiden Kirchen haben wir uns entschieden diesen Menschen eine konkrete Hilfe anzubieten. Aus unserer Gemeinde haben sich 25 Jugendliche bereit erklärt diese Aufgaben auszuführen!

Wenn Ihr Hilfe benötigt oder jemanden kennt der Hilfe benötigt, meldet Euch dazu entweder bei der

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ersten Bürgermeisterin Elke Zehetner unter der Telefonnummer 08856/813103 oder per Mail an elke.zehetner@penzberg.de, oder auch bei

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Imam Benjamin Idriz unter der Mobilnummer 0171/5194017 oder dem

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Vorsitzenden Bayram Yerli unter der Mobilnummer 0170/5252403.

Natürlich stehen Euch der Imam, der Vorsitzende und der gesamte Vorstand auch zu anderen Fragen/Anregungen und jedweder Unterstützung bereit.

Wir bitten Euch um mehr als Verständnis. Wir bitten Euch verantwortlich zu handeln. Wenn unsere staatlichen Behörden und führende medizinische Einrichtungen dazu auffordern möglichst zu Hause zu bleiben, macht es bitte!

Nutzen wird diese Zeit für Itikaf, für die Stärkung unseres Imans und vertrauen wir auf Allah dem Höchsten!

In Frieden und Verbundenheit,

Eure Islamische Gemeinde Penzberg e.V.